10 erstaunliche Fakten über Nordkorea




10 erstaunliche Fakten über NordkoreaDenkt man an Nordkorea kommt einem spontan das Bild eines dicklichen Jung-Diktators in den Sinn, der fasziniert schaut, wie mal wieder eine Interkontinentalrakete den eigenen Luftraum Richtung Pazifik verlässt. Ach ja, und dann wären dann noch die Offiziere in ihren Uniformen mit komisch anzuschauenden Mützen und Menschenmengen, die ekstatisch ihrem Anführer Kim Jong-Un huldigen. Ich weiß, Nordkorea ist eine der schlimmsten Diktaturen auf diesem Erdball. Dennoch, was die Familie der Bevölkerung an schrägen Ausuferungen aufbürdet, ist nicht selten zum Schmunzeln und uns so fern und so fremd! 10 erstaunliche Fakten über Nordkorea!

Nordkorea testet eine Atomwaffe nach der anderen und hat sich seit Monaten und Jahren zu einer ernsthaften globalen Bedrohung entwickelt. China verlegt zunehmend Truppen an die nordkoreanische Grenze und Trump poltert breitbeinig gegen den Jung-Diktatur. Indes richtet Kim Jong-Un massenweise Menschen hin, die lediglich Witze über ihn gerissen haben. Nordkorea ist uns Mitteleuropäern so fremd, wie die Aliens vom nächsten Stern. Höchste Zeit, das unbekannte Land einmal mit seinen Absonderlichkeiten unter die Lupe zu nehmen.

1. Kim Jong-Il der Cognac-Freund

Während sein Volk von einer Hungersnot in die nächste schlittert, gab Kim Jong-Il, der Vater des derzeitigen Machthabers Kim Jong-Un, mehr als 1,2 Millionen US-Dollar für Cognac der Marke Hennessy aus. Unglaublich! Das ist ungefähr das 800fache dessen, was ein nordkoreanischer Durchschnittsarbeiter pro Jahr verdient. Das liegt bei umgerechnet rund 1.500 US-Dollar pro Jahr. Ein interessanter Vergleich: Würde unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel sich ebenso »diktatorisch« und verschwenderisch verhalten, wäre das so, als würde sie Cognac im Gegenwert von 42 Millionen US-Dollar konsumieren. Na denn, Prost!

2. Kim Jong-Il der Cineast

Okay, bleiben wir beim Vater des aktuellen Diktators Kim Jong-Un. Der war ein ambitionierter Cineast und großer Filmfan. Seine Sammlung zählte mehr als 20.000 Filme. Zu seinen Lieblingsstreifen gehörten »Rambo«, »Godzilla« und »Freitag der 13«. Irgendwie klar.

3. Staatlich erlaubte Frisuren

Glauben sie bloß nicht, dass sie in Nordkorea einfach zum Friseur gehen können, um eine Frisur ihrer Wahl zu bekommen. Nein, in Nordkorea gibt es 28 staatlich genehmigte Frisuren – 14 für Frauen und 14 für Männer. Das Zentralkomitee empfiehlt seinen Untertanen, dass verheiratete Frauen etwa einen Haarschopf tragen sollen, der eher kurz ausfällt. Ist man nicht verheiratet, darf die Frisur schon mal einen Zentimeter länger sein. Kommen wir zum männlichen Nordkoreaner: Der darf seine Haare nur maximal fünf Zentimeter lang tragen. Am besten haben es noch die Alten. Die dürfen sage und schreibe ihre Haarpracht sieben Zentimeter lang wachsen lassen.

10 erstaunliche Fakten über Nordkorea

4. Das größte Stadion der Welt steht in Pjöngjang

Maracana ist Pillepalle! Wembley sowieso! Jedenfalls, wenn es um das Fassungsvermögen eines Stadions geht. Das größte seiner Art steht in Pjöngjang. In das »Rungnado May Day Stadium« (Stadion des 1. Mai) passen 114.100 Zuschauer. Bevor es Kim Jong-Un 2013 modernisieren und renovieren ließ, passten sogar 150.000 Zuschauer in den Giganten. Gebaut wurde es 1989 anlässlich des damals in Nordkorea stattfindenden kommunistischen Jugendtreffens »Weltfestspiele der Jugend und Studenten«.

5. Reiseziel Nordkorea

Na wer hätte das gedacht, es gibt tatsächlich noch Touristen die Kim Jong-Un´s Oase der Tristesse einen Besuch abstatten. Jedes Jahr besuchen rund 270.000 Touristen das Land. Damit schafft es Nordkorea nicht mal mehr in die Top 25 der unbeliebtesten Urlaubsländer. Erst seit dem Jahre 1984 ist es offiziell gestattet, dem Land einen touristischen Besuch abzustatten. Und: Es gibt sogar ein Fünf-Sterne-Hotel in Pjöngjang. Das »Koryo« ist ein Treffpunkt der lokalen Eliten, Geschäftsleuten aus dem Ausland und Diplomaten. Kein Wunder, denn kein normaler Nordkoreaner könnte sich einen Cappuccino für knapp sieben Euro leisten, von einem Zimmer zum Preis von 115 Euro pro Nacht einmal ganz zu schweigen. Die meisten Touristen in Nordkorea stammen aus China. Westliche Urlauber sind so rar wie die Demokratie in Nordkorea. Und das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, denn die staatlichen Behörden vergeben pro Jahr lediglich 1.500 Visa pro Jahr.

6. Der Nordkoreaner ist kleiner als sein südlicher Kollege

Im »CIA World Factbook« steht es schwarz auf weiß: Nach dem Ende des Koreakrieges (1953) geborene Nordkoreaner sind im Schnitt fünf Zentimeter kleiner als ihre südkoreanischen Nachbarn. Der Grund hierfür liegt in der Mangelernährung der rund sechs Millionen Menschen Nordkoreas begründet. Rund ein Drittel der Kinder Nordkoreas gilt laut Aussagen des UN World Food Programmes als stark unterernährt – Tendenz steigend. Dies ist insofern verwunderlich, das die Landwirtschaft Nordkoreas mit 24 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt.

7. Die fünftgrößte Armee weltweit

Obwohl das Volk und Hunger und Krankheiten leidet, schießt die totalitäre Regierung alles an erwirtschafteten Finanzen in die Armee. Mit 700.000 Soldaten ist sie über Jahre hinweg zur fünftgrößten Streitmacht auf diesem Planeten geworden, hinter China, der USA, Indien und Russland. Zudem stehen rund 4,5 Millionen Menschen Nordkoreas bereit, bei einer Mobilmachung militärisch aktiv zu werden.

8. In Nordkorea ticken die Uhren anders

Herzlich willkommen im Joche-Jahr 106! Als Kim Il-sung – Gründer Nordkoreas und Halbgott – 1997 das Zeitliche segnete, nahm man einfach sein Geburtsjahr 1912 als Basis einer neuen Zeitrechnung. Wir haben heute also nichts das Jahr 2017, sondern das Juche-Jahr 106. Glücklicherweise hat diese Zeitrechnung nur symbolischen Wert und findet im täglichen Leben der Nordkoreaner keine Anwendung.

9. Kein Tag ohne Alarm

Jeder Tag beginnt in Pjöngjang mit einem Sirenenalarm – pünktlich um fünf Uhr morgens! Dann dröhnt aus unzählbaren Lautsprechern ein extrem nervender Ton, an dem sich kein Nordkoreaner mehr zu stören scheint. Neben einer stattlichen verordneten Weckfunktion dient der Lautsprecher ebenso zum Verbreiten eindringlicher Melodien. Die sollen die Einwohner der Hauptstadt an die Errungenschaften der früheren, bereits verstorbenen politischen Führer Nordkoreas erinnern. Das Ganze geschieht zu jeder vollen Stunden, und zwar bis Mitternacht.

10. Online-Dating in Nordkorea

Auch das ist kaum zu glauben: In Nordkorea gibt es sogar Online-Dating. Und das, obwohl Nordkoreaner keinen privaten Zugang zum Internet und sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter oder Instagram haben. Dennoch: Es gibt in Nordkorea eigene Suchmaschinen, die Menschen mit dem staatlich betriebenen Intranet verbinden. Dort gibt es Chatrooms, wo unter strenger Kontrolle und Zensur über Sport und Politik diskutiert werden kann. Und genau hier gibt es auch einen Chatroom zum Thema Online-Dating.

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