China baut größte Solaranlage der Welt




größte Solaranlage der WeltChina hat ja den Schwarzen Peter in Sachen Umweltverschmutzung – und das zu Recht. Zudem befindet sich das Land in einer schwierigen Doppelrolle: Das Land bläst die größte Menge an Treibhausgasen in die Luft, hat aber zugleich eine Führungsrolle in Sachen erneuerbare Energien übernommen. Diese Führungsrolle stellt die Volksrepublik nun eindrucksvoll unter Beweis. Man hat die größte Solaranlage der Welt in Betrieb genommen.

Huainan ist ein Symbol, ein Symbol für Umweltverschmutzung. Die Zwei-Millionen-Metropole lebte von der Förderung fossiler Brennstoffe und das nicht schlecht. Gigantische Kohlevorkommen lagern unterhalb der Region. Erstaunlicherweise setzt nun gerade diese, 200 Kilometer nordwestlich von Shanghai gelegene, Metropole ein Zeichen in Sachen erneuerbare Energien. Das chinesische Unternehmen »SUNGROW Power Supply« hat im Frühjahr diesen Jahres die weltweit größte schwimmende Solaranlage in Betrieb genommen. Auf dem See schwimmen rund 165.000 Solarpanele und liefern Strom mit einer Leistung von mehr als 40-Megawatt.

größte Solaranlage der Welt
40MW Floating PV Power Plant (PRNewsfoto/SUNGROW Power Supply Co., Ltd)

Die größte Solaranlage der Welt schwimmt

Den künstlich entstandenen See hatte man nicht zufällig gewählt. Das stehende Gewässer war für die Trinkwassergewinnung viel zu stark mit Schadstoffen belastet und bot sich deshalb ideal als Standort für das Solarkraftwerk an. Die schwimmenden Solarzellen sind Hightech-Produkte, die das chinesische Unternehmen »JA Solar« lieferte. Jedes Solarmodul besteht aus einer doppelten Glashülle, um der stets anliegenden Feuchtigkeit zu trotzen. Immerhin gibt das chinesische Unternehmen eine Garantie darauf, dass die Ausgangsleistung der Elemente über einen Zeitraum von dreißig Jahren nicht unter 83 Prozent sinken soll. Sämtliche Panels sind auf jeweils einen Meter große Schwimmkörper aus Plastik montiert. Dabei wurden die Solarelemente in einem flachen Winkel montiert, um die Energieausbeute zu erhöhen. Auf eine Kühlung der Elemente konnte getrost verzichtet werden, da die Solarzellen auch das verdunstende Wasser gekühlt werden. Das wiederum erhöht den Wirkungsgrad. Das chinesische Unternehmen behauptet, dass dieser bei knapp 20 Prozent liegen soll.

40-Megawatt sind erst der Anfang

Laut Betreiberaussagen läuft die Anlage prächtig. Sie liefert genügend Strom, um die nahegelegene Millionen-Metropole Huainan mit Energie zu versorgen. Doch man möchte mehr: Das Projekt in Huainan möchte die Provinzregierung als Modell nehmen, um mehr als ein Dutzend weitere Orte der Region mit Energie zu versorgen. Eine neue 150-Megawatt-Anlage im selben See ist bereits im Bau. Die Anlage soll im Frühjahr 2018 ans Netz gehen. Bei vollständiger Inbetriebnahme soll das schwimmende Solarkraftwerk ein Energie-Äquivalent der Verbrennung von etwa 53.000 Tonnen Kohle produzieren. Nach Angaben des Unternehmens sollen somit jährlich fast 199.500 Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden.

Neue Technologien, alte Infrastrukturen

Prinzipiell ist es lobenswert, dass China in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert. Man hat jedoch ein gewaltiges Problem – die Anlage wurden viel zu schnell aus dem Boden gestampft. China investierte in den letzten Jahren immens in Solar- und Windenergie, hat dabei aber vergessen, in das alte und streckenweise marode Stromnetz zu investieren.

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