Hundehalter leben länger




HundeOkay, Hundebesitzer wissen das schon seit Langem. Ein Hund hält fit und sorgt für die tägliche Dosis Gesundheit bei Frauchen oder/und Herrchen. Nun gibt es sogar eine schwedische Studie, die dies eindeutig zu beweisen scheint. Hunde haben demnach einen sehr direkten Einfluss auf die Lebenserwartung ihrer Besitzer. Die schwedischen Forscher haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift »Scientific Reports« veröffentlich, und zwar mit erstaunlichen Erkenntnissen. 

 

Der Hund und der Mensch ist eine Erfolgsstory, die vor mehr als 15.000 Jahren ihren Anfang nahm. Unsere Vorfahren legten damals den Grundstein für eine einzigartige Beziehung, die bis heute anhält und ungebrochen ist. Stand zu den damaligen Zeiten noch der Arbeits-Kollegen- und Jagd-Aspekt im Vordergrund, so hat sich die Situation in den letzten Jahrzehnten geändert. Aus den Vierbeinern wurden die sprichwörtlich besten Freunde des Menschen und übernahmen zunehmend soziale Aufgaben innerhalb unserer Gesellschaft. Mittlerweile leben hierzulande knapp zehn Millionen Menschen mit einem oder mehreren Hunden zusammen. In Prozentzahlen ausgedrückt: In rund 9 Prozent aller Haushalte Deutschlands gibt es Hunde. Und das hat auch durchaus wirtschaftlich sehr beachtliche Auswirkungen. Die Universität Göttingen hat dazu in 2006 eine Studie der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach sorgen Hundebesitzer für einen jährlichen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro. Das sind Ausgaben, die in direktem und indirektem Zusammenhang mit der Hundehaltung stehen und für einen Anteil an 0,22 Prozent am deutschen BIP (Brutto-Inlands-Produkt) sorgen. Immerhin hängen etwa 100.000 Arbeitsplätze an unseren Vierbeinern mit der kalten Nase.

Hunde reduzieren Kosten

Und dann gibt es da auch noch jenen Aspekt, der erst auf den zweiten Blick verständlich wird – Hunde erzielen nicht nur Einnahmen, sondern sorgen auch für eine Reduzierung von Kosten. So beispielsweise im Gesundheitswesen, da sie einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Zudem sind Hunde nicht nur wichtige Sozialpartner, sie sorgen und fördern auch die sozialen Kontakte des Menschen – in psychologischer Hinsicht ein durchaus sehr wichtiger Aspekt. Oder nehmen wir einmal das Thema Therapiehund: Allein durch Körperkontakt, Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Hund unterstützt er den Therapieerfolg herkömmlicher Methoden in der Psychotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder der Heilpädagogik. Die Göttinger Studie schätzt, dass die sozialen und therapeutischen Aspekte der Hundehaltung die gesamtwirtschaftlichen Gesundheitskosten um ca. 0,875 Prozent (d.h. um mehr als 2 Mrd. Euro) reduzieren.

Der Vierbeiner tut uns gut

Wie weit der positive Einfluss des Hundes auf unsere Gesundheit wirklich reicht, haben jetzt schwedische Experten unter die Lupe genommen. Die Forscher um Mwenya Mubanga von der Uppsala Universität analysierten die Gesundheitsakten von mehr als 3,4 Millionen Schweden im Alter zwischen 40 und 80 Jahren, die unter keinerlei Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten. Dabei stießen sie auf erstaunliche Zusammenhänge. Tatsächlich scheinen Hunde einen direkten Einfluss auf die Lebenserwartung ihrer Besitzer zu haben, und zwar eine durchaus Positive.

Hunde

Im Rahmen der durchgeführten Studie wurden 2001 erstmals Patientendaten aufgenommen und exakt zwölf Jahre später wurde nachgeprüft, wie es den Probanden in der Zwischenzeit ergangen war. Erstaunlich: Es zeigte sich, dass Hundebesitzer offenbar ein geringeres Risiko für Herzinfarkte und andere schwerwiegende Herz-Kreislauferkrankungen hatten. Interessant fanden die Wissenschaftler ebenfalls die Tatsache, dass der Schutzeffekt von allem auch bei Singles auftrat. Diese gesellschaftliche Gruppe nämlich hat ein besonders hohes Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken oder gar zu sterben. Laut der schwedischen Studie verfügten alleinstehende Hundebesitzer ein um 33 Prozent niedrigeres Todesrisiko, sowie ein um elf Prozent reduziertes Risiko innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Jahren einen Herzinfarkt zu erleiden.

Und die Erklärung?

Die ist recht simpel, zumindest wenn es darum geht, warum der Hund vor Herzkrankheiten schützt. Hundebesitzer, und da schließe ich mich ein, bewegen sich viel und halten sich dadurch fit. Schließlich muss der Vierbeiner mindestens dreimal täglich vor die Tür, egal ob es schneit, regnet, hagelt oder die Sonne erbarmungslos brennt. Außerdem vermutet Mubangas Kollege Tove Fall, dass sich Menschen, die sich für einen Hund entscheiden, bereits vorher eine bessere Gesundheit hatten. Denn, wer sich nicht bewegen möchte, der entscheidet sich auch nicht für einen Hund.

Ach ja, es gibt auch eine gute Nachricht für Menschen, die mit dem Thema Hund nicht so recht warm werden können: Katzen fördern ebenfalls die Gesundheit des Menschen. Im »Journal of Allergy and Clinical Immunology« veröffentlichten dänische Wissenschaftler dieser Tage eine Studie und die zeigt, dass eine Katze in den vier Wänden vor Atemwegserkrankungen schützt, und das sogar besser als Hunde. Besonders Kinder profitieren davon, da diese ein wesentlich geringeres Risiko haben, an Asthma zu erkranken. Natürlich nur, wenn keine Katzenhaarallergie besteht. Es spricht also alles für ein Haustier!

Interesse an einer weiteren interessanten Geschichte über Hunde? Bitteschön:

Der sechste Sinn beim Hund?!

Hat Ihnen die Geschichte gefallen? Dann teilen Sie diese doch mit Ihren Freunden. Sie haben Anregungen zum Thema? Wunderbar! Dann nichts wie los und kommentieren Sie, was das Zeug hält!

Kennen Sie schon unseren Newsletter? Nein? Na dann nichts wie los. Als Abonnement unseres Newsletters erhalten Sie alle 14 Tage im Monat, an jedem 01. und 15., eine kompakte Übersicht der letzten Artikel auf »LAMUNDUS – das Online-Magazin«. Kostenfrei, schnell und zuverlässig. Hier klicken, um sich für den LAMUNDUS-Newsletter anzumelden.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*