Der Schönste von allen




Rockefeller Center WeihnachtsbaumDie richtige Weihnachtszeit in New York beginnt erst mit der »Tree Lightning Ceremony«. Es ist jene legendäre und beeindruckende Feier am Rockefeller Center, die den Weihnachtsbaum zum »Leben« erweckt wird. Jahr für Jahr, und das immerhin seit dem Jahre 1931, erstrahlt ein mächtiger und prachtvoll geschmückter Nadelbaum, der die New Yorker und die vielen Gäste auf die Weihnachtszeit einstimmen soll. Der Rockefeller Center Weihnachtsbaum ist ein Hingucker mit einer faszinierenden Geschichte.

Am 29. November diesen Jahres, exakt um 19.00 Uhr, war es wieder soweit: Der gigantische Weihnachtsbaum am Rockefeller Center erstrahlte in vollem Glanze. Beeindruckend! Und das wirklich Faszinierende daran ist, dass es in der so lauten und hektischen Stadt, die niemals schläft, für wenige Augenblicke bewegend still und ruhig war. Ein jeder blickt fasziniert zu dem hell erstrahlenden Weihnachtsbaum. Und dann – tobender Applaus!

Der Rockefeller Center Weihnachtsbaum – Glaube an eine bessere Zukunft

Die »Tree Lightning Ceremony« gehört zu New York, wie die Freiheitsstatue oder der Central Park und lockt jedes Jahr immer wieder Unmengen Touristen und natürlich New Yorker an. Die schöne Tradition entstand im Jahre 1931. Der Unterschied zu heute ist aber gravierend. Damals befand sich das Rockefeller Center noch im Bau. Die Arbeiter, die damals an dem Riesenbau tätig waren, riefen die schöne Tradition ins Leben. Inmitten von unzähligen Tonnen an Baumaterial errichteten sie erstmals einen Weihnachtsbaum. Für die Arbeiter war es jedoch viel mehr als ein Baum, es war ein Symbol für Durchhaltevermögen und den positiven Glauben an eine bessere Zukunft. Man befand sich mitten in der wirtschaftlichen Depression, die es zu überwinden galt. Nur ein Jahr später »mutierte« der Baustellenweihnachtsbaum schon zum Insider-Tipp. Der Weihnachtsbaum fiel nun eine Spur größer und prachtvoller aus. Immerhin schmückten damals schon 700 Kerzen den Baum.

Und dann kam der Krieg

In den Kriegsjahren bzw. Mit dem Kriegseintritt der USA war es dann um die Weihnachtsbeleuchtung des Baumes geschehen. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 musste die Beleuchtung abgeschaltet werden. Ein Trauerspiel für die New Yorker Bevölkerung. Im Folgejahr blieb der Baum ebenfalls dunkel. Aber immerhin wurden gleich drei Bäume aufgestellt – geschmückt in den Nationalfarben Rot, Weiss und Blau.

Im letzten Kriegsjahr hatten die New Yorker vom nicht beleuchteten Weihnachtsbaum die Nase voll. Man ersann eine Art technologische List. Die Weihnachtsbaumkugeln ummantelte man kurzerhand mit einer phosphoreszierenden Flüssigkeit und bestrahlte den Baum anschließend mit UV-Lampen. Der Baum leuchtete, wenn auch nur eingeschränkt. Aber er leuchtete wieder!

Im Jahre 1951 – die Kriegsjahre schienen schon fast vergessen und das Leben nahm wieder seinen normalen Lauf – wurde die »Erleuchtungszeremonie« erstmals im Fernsehen übertragen. Die ganze US-Nation nahm stolz daran teil und blickte fasziniert in die Röhre.

Die Fakten zum schönsten Weihnachtsbaum überhaupt

Heutzutage hat der Baum am Rockefeller Center in der Regel eine Höhe von knapp 20 Metern und eine Breite von ungefähr 11 Metern. Dabei handelt es sich um eine Norwegische Fichte mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen, die eine Mannschaft von maximal 25 Personen schon Tage vorher in der Nacht aufbaut, um den eh schon schwierigen New Yorker Straßenverkehr nicht noch zusätzlich zu belasten. Die riesige Tanne wurde auf dem Landwege, aus dem benachbarten, 260 Kilometer weit entfernten, Pennsylvania nach Manhattan transportiert. Das »Bäumchen« wuchs insgesamt 90 Jahre.

Illuminiert wird das ganze Kunstwerk von ca. 45.000 LED-Lämpchen, die über 10 Kilometer Kabel miteinander verbunden sind. Ihre Energie bezieht die funkelnden Pracht zumindest bei Tage über Solarzellen auf dem Dach des Rockefeller Centers. Pro Tag verbraucht der Baum 1,297 Kilowattstunden. Respekt!

Rockefeller Center Weihnachtsbaum
© By Gabriel Rodríguez from Sevilla, Spain ([1]) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
Das absolute Glitzer-Highlight bietet die Krone der Fichte. Hier ist der funkelnde Weihnachtsstern mit 25.000 echten Swarovski-Kristallen angebracht. Allein der Stern hat einen Wert von 1.5 Millionen US-Dollar.

Pro Tag bestaunen mehr als 500.000 Menschen die prachtvolle Fichte. Das macht über den Daumen gepeilt 18 Millionen Besucher während der kompletten Weihnachtszeit. Besucherrekord!

Und nach dem Feste?

Irgendwann ist bekannterweise jedes Fest einmal zu Ende. Wenn im Januar am Weihnachtsbaum die Lichter ausgehen, wird das Holz des Baumes gespendet. Viele Jahre wurde die Fichte »vermulcht« und in den vielen Parks New Yorks verteilt. Irgendwann begann man damit aus dem Holz Dinge, wie Fenster oder Türrahmen, zu produzieren. Der Erlös kam hilfsbedürftigen New Yorkern zugute.

Na, noch mehr Lust auf Weihnachten? Okay, wie wäre es hiermit: »Die Mistel – ein zauberhafter Zweig«?

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