Elon Musk will uns an die Hirnrinde

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Wunderkind, Tesla– ,SpaceX– Paypal- und Hyperloop-Mastermind Elon Musk kann irgendwie nicht genug kriegen. Sein neuester Plan ist, dass menschliche Gehirn, genauer gesagt die Hirnrinde, direkt mit einem Computer zu vernetzen. Laut »Wall Street Journal« hat sich der 45-jährige Milliardär dazu in das amerikanische Start-up-Unternehmen »Neuralink« eingekauft, welches entsprechende Mensch-Maschine-Interfaces entwickeln möchte. Der erste Schritt zum Verbinden des menschlichen Gehirns zu einer künstlichen Intelligenz?

Bekannterweise ist Elon Musk ja ein Mann mit Visionen. Und jetzt hat er eine Neue – die Entwicklung von künstlichem Nervengewebe, das zum Verbinden mit Computern genutzt werden könnte, um daraus eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zu entwickeln. Dazu hat er sich Hilfe vom US-Startup »Neuralink« geholt. Die entwickeln derzeit Elektroden, die ins menschliche Hirn implantiert werden, um eine Schnittstelle zur Rechenhardware zu etablieren. Und wozu das Ganze?

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Elon Musk möchte unser Gehirn gern mit einer Schnittstelle versehen. © Picture by Dan Taylor / Heisenberg Media

Tja, da bleibt Musk doch ein wenig vage. Er hält ein Mensch-Maschine-Interface für eines der zentralen Technologiethemen der kommenden Jahrzehnte. Laut Musk ist es dringend notwendig, dass der Mensch im Bereich der künstlichen Intelligenz nicht unter die Räder kommt, von ihr dominiert wird. Und über eine Schnittstelle zur Hinrinde möchten der spleenige Milliardär und seine Mitstreiter von Neuralink dem Menschen ermöglichen, mit den Fortschritten bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz mitzuhalten. Soweit, so gut. Und das ist eigentlich auch schon alles, was man aus dem Hause Musk verlauten ließ.

Nur so viel: Das Start-up Neuralink wurde 2016 registriert und als medizinischen Forschungsunternehmen deklariert, hat noch keine Website und befindet sich irgendwie noch in einer Art Embryo-Phase. Wenig Konkretes ist bekannt. Elon Musk selbst rührt für das Unternehmen immer mal wieder die Werbetrommel, indem er es in Tweets oder auf Vorträgen erwähnt. Eines scheint jedoch klar: Musk möchte eine tragende Funktion in der Geschäftsführung übernehmen und sich selbst um die Belange des Unternehmens kümmern.

Stand der Dinge

Ein Mensch-Maschine-Interface respektive künstliches Nervengewebe zu entwickeln ist an sich nichts Neues. Eine Meldung wird erst dann daraus, wenn sich Elon Musk zu Wort meldet. Beispielsweise gelang es erst vor kurzem einem wissenschaftlichen Team um die Neurologin und Computerwissenschaftlerin Daniela Rus von Massachusetts Institute of Technology (MIT) »Gedanken« auf eine  computergesteuerte Maschine zu übertragen. Und auch das ist möglich und vielleicht eine zukünftige Anwendung: Nathan Copeland war nach einem Autounfall vom Brustbereich abwärts gelähmt. Wissenschaftler der Universität in Pittsburgh reizten bestimmte Hirnbereiche mit Spannungsimpulsen, so dass dieser einen künstlichen Roboterarm mit der Kraft seiner Gedanken bewegen konnte. Die Steuerimpulse wurden mittels der sogenannten intrakortikalen Mikrostimulation ausgesandt worden. Hierbei stimulieren ins Hirn implantierte Mikroelektroden die Neuronen bestimmter Hirnbereiche. Doch ist es das, was Musk und Neuralink möchten? Im Moment rätselt man in Wissenschafts- und Wirtschaftskreisen, was der Tausendsassa nun wieder vorhat.

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