»Irma« – schlimmster Hurrikan aller Zeiten

IrmaKatastrophenalarm in Florida! »Irma« ist der bisher stärkste Hurrikan, der sich jenseits des Golfs und der Karibik über dem Atlantik bildete. So stark wie Irma war noch kein Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Der Monster-Hurrikan wurde auf Stufe 5 hochgestuft und wartet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde auf. Touristen werden gebeten, das Land zu verlassen. US-Bürger sollen sich mit Lebensmitteln eindecken bzw. den Bundesstaat zu verlassen. Das US-Hurrikan-Zentrum warnt vor hohen Wellen, Starkregen, heftigem Wind sowie katastrophalen Schäden.

Irma ist mit Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Kilometern pro Stunde und einer Ausdehnung von rund 600 Kilometern Richtung US-Festland unterwegs. Dort soll er mit voller Wucht auf Florida treffen. Damit ist er der stärkste je gemessene Hurrikan, der sich auf der atlantischen Seite weit außerhalb des Golfs von Mexiko und des Karibischen Meers gebildet hat. Schon jetzt stufen Meteorologen Irma als todbringenden Monstersturm ein – desaströser als etwa »Andrew« (1992) oder »Katrina« (2005), die für gewaltige Schäden sorgten und vielen Menschen das Leben kostete.

Irma
Hurrikans beziehen ihre tödliche Gewalt aus dem warmen Oberflächenwasser der Meere.

Irma bewegt sich mit relativ langsamen 30 Kilometern pro Stunde. Und genau da liegt auch die Gefahr – dank der langsamen Geschwindigkeit kann Irma ständig neue Energien aus dem Meer aufsaugen. Laut Experten wird 2017 eine der hurrikanreichsten Jahre werden. Dies liegt vor allem an den überdurchschnittlich hohen Oberflächentemperaturen in den Meeresregionen, in denen sich die Hurrikans bilden. So war die »Main Development Region«, also das Hauptbildungsareal für Hurrikans diesen Sommer ein viertel Grad wärmer als der Rest der tropischen Meeresgebiete. Und warmes Oberflächenwasser ist elementar für die Bildung eines Hurrikans, da die Wirbelstürme ihre Energie aus den Energiemengen beziehen, welche die tropischen Wassermassen an die Oberfläche abgeben. Dies geschieht in Form von Wasserdampf, der immense Energiemengen speichert. Es entstehen mächtige Wolken, da das verdunstete Wasser aufsteigt und in größeren Höhen kondensiert. Unglücklicherweise wird beim Kondensieren stets immense Wärmeenergie freigesetzt, so dass sich die Luft stark erwärmt. Das Resultat ist, dass die Luft weiter aufsteigt. Es entsteht ein Unterdruck, der durch nachströmende feuchte Luft ausgeglichen werden soll. Der Wirbel beginnt zu drehen und seine unheilvolle Gewalt zu entfalten.

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