Kambodschas vergessener Pfeffer – Hennes´ Finest und der Kampot Pfeffer




Es waren einmal drei Freunde mit einer gemeinsamen Leidenschaft – kambodschanischer Pfeffer. So fangen zwar üblicherweise keine Märchen an, doch was sich aus einer Idee heraus entwickelte, ähnelt dem doch sehr. Sebastian Brimers brachte 2009 aus einem Urlaub ein Säckchen dieser aromatischen Köstlichkeit mit ins heimische Köln. Heute, nur wenige Jahre später, ist aus dem Faible ein kleines Imperium mit zwei Läden und jeder Menge Kunden geworden. »Hennes‘ Finest«, so der Name der Läden, ist erste Anlaufadresse, wenn es um die besonderen schwarzen Kügelchen aus Südostasien geht.

Manchmal ist das Leben keine gerade Straße, die zum Ziel führt. Eigentlich ist sie das ja nie. Vielmehr sind es verschlungene Wege. Davon können Bastian, Sebastian und Martin ein Liedchen singen. Vor Jahren entdeckten die drei Studienfreunde und Sportwissenschaftler ihre Leidenschaft für kambodschanischen Pfeffer. Und das eher aus Zufall. Sebastian Brummers überraschte 2009 seine Freunde, als er einen 25-Kilo-Sack Kampot-Pfeffer aus einem Südostasien-Urlaub mit nach Köln brachte. Die Aromen, die den Dreien entgegenströmten, waren unfassbar und überwältigend. Es war die Geburtsstunde einer Idee und Leidenschaft, die den Weg des Trios bis heute bestimmt.

Der Pfeffer aus Kambodscha war und ist in seiner Aromenvielfalt einfach einzigartig und hier zulande fast unbekannt – ein Missstand, den das Trio unbedingt beheben wollte. Kurze Zeit später stampften Bastian gemeinsam mit seinen Kommilitonen Martin Gompelmann und Bastian Stollwerk das Unternehmen »Hennes’ Finest«. Die drei ehemaligen Sportstudenten haben sich inzwischen zu wahren Kampot-Pfeffer-Experten entwickelt und bezaubern ihre Kunden stetig mit neuen Geschmackserlebnissen rund um das scharfe Korn.

Kampot Pfeffer
Die drei »Pfefferjungs« aus Köln-Ehrenfeld. © Hennes‘ Finest

Kampot-Pfeffer gehört seit dem letzten Jahrhundert zum elementaren Bestandteil der gehobenen französischen Gastronomie. Allerdings geriet der Pfeffer im Laufe der letzten Jahrzehnte wieder in Vergessenheit. Ein ungeheuerlicher Missstand, den die Drei aus Köln unbedingt beheben wollten. Und sie sind dabei auf dem besten Wege, dem vergessenen Elixier hier zu verdienter Popularität zu verhelfen. Und das Konzept gibt ihnen recht: Bereits 2011 füllten sie innerhalb von nur zwei Monaten mehr als 3000 Röhrchen mit dem wertvollen, aromatischen Inhalt aus Kambodscha ab.

Wie »Champagner« ist der Name »Kampot Pfeffer« eine geschützte Herkunftsbezeichnung, begrenzt auf das Anbaugebiet in der gleichnamigen Provinz im Südwesten Kambodschas. Hier gedeihen die Sträucher in kleinen Pfeffergärten unter besonderen Bedingungen. Beim Anbau hat jede Pflanze viel Platz, wird rein natürlich gedüngt und bekommt die Zeit bis zur optimalen Reife an der Pflanze zu gedeihen. Anschließend werden die Pfefferkörner in zwei Schritten per Hand selektiert, sodass nur makellose Körner als »Premium Selection« bei Hennes’ Finest landen. Jede Pfeffer-Verkaufseinheit kann mit einem Code bis zum Bauern zurückverfolgt werden.

Kampot Pfeffer
Kampot Pfeffer – edel verpackt und von ausgezeichneter Qualität – hat sich zum Verkaufsschlager entwickelt. © Hennes‘ Finest

Die drei »Pfefferjungs« haben mittlerweile zwei Läden in Köln und sind mit ihrem Sortiment auf zahlreichen Events in ganz Deutschland unterwegs.

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