Bianca vom Blog »Mordsbuch« hat neulich ein Interview mit mir geführt, das ein paar Einblicke in mein Autorendasein gewährt. Viel Spaß beim Lesen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?
Na klar, sehr gern. Ich gehe jetzt straff – sehr straff – auf die Fünfzig zu, lebe im Kölner Norden mit Frau und Hund auf einem Mikro-Bauernhof aus der Jahrhundertwende und fühle mich hier pudelwohl. Seit mehr als 25 Jahren bin ich als Journalist im Bereich Wissenschaft & Technik unterwegs und schreibe für Zeitschriften und Zeitungen wie beispielsweise Zeit Wissen, SZ Wissen, P.M. Magazin, Welt der Wunder, Wunderwelt Wissen, profil, Technology Review, G Geschichte, Kölner Stadtanzeiger und, und, und. Damit die Schreibmotivation stets erhalten bleibt bedarf es diverser Ablenkungen bzw. Hobbys. Und da wären etwa mein geliebtes Rennrad, die Espressomaschine (bin Espresso-süchtig) und natürlich mein E-Piano, an dem ich hervorragend entspannen kann – auch wenn ich es niemals zum mittelmäßigen Pianisten bringen werde.

Seit wann schreibst du?
Wie bereits erwähnt schreibe ich beruflich seit nunmehr über 25 Jahren. Mit dem Thriller-Schreiben habe ich jedoch erst 2015 angefangen. Das Jahr, in dem auch mein erster Thriller »Das Tesla-Artefakt« als Selfpublisher das Licht der Welt erblickte. Ein extrem erhebendes Gefühl, dass eigene Buch in den Händen zu halten.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?
Gute Frage und irgendwie nicht leicht zu beantworten. Gelesen habe ich natürlich schon immer sehr gerne – speziell Thriller und Krimis mit so einem kleinen Touch Mystery, Technologie, SciFi und Suspense. Ich weiß, wüste Mischung! Und im Laufe der Jahre reifte immer mehr die eigene Story in meinem Kopf und diversen Notizbüchern. Dann war soweit – die Geschichte musste raus. Also ran an den Computer und einfach angefangen. Höllischen Respekt hatte ich vor dem Schreiben von Dialogen, was sich im Nachhinein als völliger Blödsinn herausgestellt hat. Dialoge zu schreiben liebe ich mittlerweile. Nach drei Monaten waren die anvisierten 330 Seiten gefüllt, das Buch als Rohfassung fertig.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?
Als der erste Satz auf der ersten Seite stand.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?
Bisher habe ich zwei Thriller veröffentlicht – »Das Tesla-Artefakt« und »Der Navajo-Code«.

Hast du für deine Bücher recherchiert?
Ja, dass habe ich. Da es sich um sogenannte Wissenschafts-Thriller handelt musste ich sehr viel recherchieren. Dabei kam mir meine immens große Datenbank mit hunderten Artikeln und den hinterlegten Recherche-Dokumenten zu gute, die ich in den letzten 25 Jahren geschrieben habe. Zwar schreibe ich fiktionale Geschichten mit »klitzekleinen Ausflügen« in die Welt der SciFi und Fantasy und trotzdem war es mein Ziel, die wissenschaftlichen Aspekte so fundiert, wie möglich zu schildern.

Wo schreibst du am liebsten?
An meinem Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?
Ich setzte mich jeden Tag an den Schreibtisch und versuche mindestens 15.000 Zeichen zu schreiben – auch wenn das manchmal nur der reinste Blödsinn ist. Zudem brauche ich immer ein wenig akustische Untermalung beim Schreiben – am liebsten in Form von leicht konsumierbarem Jazz. Anstrengend darf es nicht werden. Das Schreiben an sich ist ja schon Anstrengung genug.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?
Habe ich! Derzeit schreibe ich an meinem dritten Thriller um das Ermittler-Duo Dr. Eva Graf und Kolja Blomberg. Und diesmal geht´s jenseits des Polarkreises, ins schöne Thüringen und dann direkt zu den schlimmsten Ecken Moskaus!

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?
Douglas Preston & Lincoln Child.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?
Ich liebe Bücher von Paul Auster, John Irving sowie Douglas Preston & Lincoln Child. Ach ja, Colin Cotterill und Jasper Fforde dürfen auch nicht fehlen – und noch so viele mehr.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit fahre ich gern Rennrad, spiele Klavier (versuche es zumindest) und widme mich inbrünstig dem Thema Espresso und der Kaffeeröstung. Perfekt entspannen kann ich, wenn den Espresso selbst röste und dabei zusehe, wie Bohnen langsam Farbe annehmen. Hat etwas sehr meditatives.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Mein Wunsch wäre es, dass mir niemals die Geschichten für meine Bücher ausgehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?
Feedback ist immens wichtig – positiv oder negativ. Nur wenn man sachliche Kritik in sich aufnimmt ist es möglich, besser zu werden.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?
»Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne«
(Jean Paul). Besser kann man es nicht ausdrücken.

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