Alternativer Literatur-Nobelpreis für Maryse Condé aus Guadeloupe




Alternativer Literatur-Nobelpreis für Maryse Condé aus GuadeloupeMaryse Condé aus dem französischen Überseedepartement Guadeloupe ist mit dem »Neuen Literaturpreis« ausgezeichnet worden. Der wurde dieses Jahr anstelle des »normalen« Literaturpreises vergeben. Conté, so die Jury, beschreibt in präziser und eindringlicher Sprache die Verwüstungen des Kolonialismus sowie die chaotische Zeit danach – so die Begründung zur Preisverleihung der Neuen Akademie. Alternativer Literatur-Nobelpreis für Maryse Condé aus Guadeloupe.

Dieses Jahr ist also alles anders – zumindest, was den Literatur-Nobelpreis betrifft. Im Frühling dieses Jahres wurde ein alternativer Literatur-Nobelpreis ins Leben gerufen, und zwar auf Reaktion von 100 schwedischen Autoren, Journalisten und Künstlern auf einen Belästigungs-Skandal in der Schwedischen Akademie. Das Fass zum Überlaufen brachte der Skandal um den Ehemann eines langjährigen Akademiemitglieds, der das gesamte Gremium sehr heftig getroffen hatte.

Alternativer Literatur-Nobelpreis für Maryse Condé aus Guadeloupe

Die erste Preisträgerin des Neuen Literaturpreises ist Maryse Conté, die 1937 in der Stadt  Pointe-à-Pitre auf der Karibikinsel Guadeloupe geboren wurde. Conté ist kein unbeschriebenes Blatt – etwa 30 Romane »pflastern« ihren literarischen Werdegang sowie diverse Theaterstücke und Essays. Ihr Kernthema sind fast immer kulturgeschichtliche Themen sowie Geschlechterthemen im historischen Kontext.

Alternativer Literatur-Nobelpreis für Maryse Condé aus Guadeloupe

Sie werde den Preis mit »meiner Familie, mit meinen Freunden und vor allem mit allen Menschen Guadeloupes teilen«, sagte Condé nach der Bekanntgabe. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von einer Million schwedischer Kronen (97.000 Euro) ausgeschrieben und wird am 9. Dezember in Stockholm an Condé überreicht. Das Prozedere der Preisvergabe geschah diesmal anders, als in den vorangegangenen Jahren: Schwedische Bibliothekare erstellten eine Liste mit Autoren, aus der dann rund 33.000 Menschen aus aller Welt vier Kandidaten wählen konnten. Eine Jury entschied sich anschließend für Condé. Mitbewerber Condé´s waren unter anderem Kim Thuy, der Brite Neil Gaiman sowie der Japaner Haruki Murakami.

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