Andrea Nahles für Hardware-Nachrüstung von Dieselfahrzeugen




Andrea Nahles für Hardware-Nachrüstung von DieselfahrzeugenDie SPD-Parteichefin Andrea Nahles sprach sich gestern für eine Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen aus. Sie dringt darauf, Hersteller von Dieselfahrzeugen auf technische Nachrüstungen zu verpflichten und geht damit auf direkten Konfrontationskurs zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bundesverkehrsminister Scheuer von der CSU hatte zuletzt rechtliche und technische Bedenken gegen den nachträglichen Einbau von Abgasreinigungssystemen in ältere Diesel-Fahrzeuge zur Sprache gebracht. Andrea Nahles für Hardware-Nachrüstung von Dieselfahrzeugen.

 

Klare Worte: »Software-Nachrüstungen der Dieselfahrzeuge reichen nicht aus. Wir brauchen auch Hardware-Nachrüstungen von Euro 5 und Euro 6 Fahrzeugen«, sagte SPD-Parteichefin Andrea Nahles am gestrigen Freitag gegenüber der »Passauer Neuen Presse«. Man müsse die Autoindustrie, also den Verursacher des Abgasskandals, in die Pflicht nehmen ansonsten werde das Vertrauen der Verbraucher in den Diesel respektive die deutsche Automobilindustrie weiter schwinden.

Andrea Nahles für Hardware-Nachrüstung von Dieselfahrzeugen

Grund für die eindeutige Aussage seine neue Erkenntnisse des Bundesverkehrsministeriums, wonach technische Nachrüstungen machbar und durchaus wirtschaftlich sinnvoll wären. Mit an Nahles Seite ist Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Auch sie drängt angesichts eines neuen Gutachtens darauf, dass Motoren von älteren Dieselfahrzeugen mit schlechten Abgaswerten umgebaut werden sollten. Die Kosten von rund 3.000 Euro sollen die Hersteller übernehmen.

Andrea Nahles für Hardware-Nachrüstung von Dieselfahrzeugen

Gutachten sorgt für Kurswechsel?!

Bisher stellten Automobilhersteller, die Auto-Lobby aber auch SPD-Politiker wie etwa Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) die Lager anders dar – technische Umrüstungen wären kaum machbar und finanziell nicht kalkulierbar. Diese Aussagen relativierte nun ein Gutachten, dass letzte Woche öffentlich gemacht wurde. In diesem Papier, welches die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte, kommen Experten der Technischen Universität München zu dem Schluss, dass ein Umbau von Euro-5-Diesel-Motoren technisch möglich und finanziell durchaus vertretbar sei. Die Kosten schätzt man laut Gutachten auf rund 3.000 Euro pro Fahrzeug.

CSU ist dagegen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte sich trotz Gutachtens gegen Umbauten von älteren Diesel-Motoren ausgesprochen. Er äußerte gegenüber »ADAC Motorwelt« äußerte rechtliche, technische und finanzielle Bedenken. »Jede solche Regelung würde dazu führen, dass man nicht nachgerüstete Autos aus den Städten aussperren müsste«, sagte Scheuer.

Andrea Nahles hat den Eindruck, dass die Hersteller »insgesamt den Schuss immer noch nicht gehört haben, wie die jüngsten Meldungen zu Audi und Daimler zeigten«. Und damit hat Frau Nahles nicht ganz Unrecht. Denn: Es kann nicht sein, dass in Neufahrzeugen noch immer illegale Abschaltvorrichtungen an der Abgasreinigung gefunden werden. Langsam hat man den Eindruck, dass den Automobilherstellern in diesem Land nicht wirklich etwas passieren wird. Zu groß ist der Einfluss der Auto-Lobby auf die Schutzheilige der Automobilindustrie Angela Merkel.

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