China: Erstmals genmanipulierte Babys zur Welt gekommen

Genschere bei Menschen




In China ist laut bisher unbestätigten Meldungen das Erbgut von Zwillingen mittels eines Genom-Editier-Werkzeugs (Gen-Schere/ Crispr) verändert worden. Die beiden Mädchen erblickten nun das Licht der Welt. Chinesische und internationale Gen-Forscher sind entsetzt. Sie befürchten, dass der entsprechende chinesische Wissenschaftler die Büchse der Pandora geöffnet hat. China: Erstmals genmanipulierte Babys zur Welt gekommen.

Die Meldung schlug wie eine Bombe ein und versetzte die Gemeinde der internationalen Gen-Forscher in helle Aufregung. Blankes Entsetzen machte unter den Wissenschaftlern die Runde. Was war geschehen? Der chinesische Gen-Forscher He Jiankui schockierte die Weltöffentlichkeit mit der Nachricht, dass erstmals Babys nach einer Genmanipulation zur Welt gekommen sein sollen. Die Nachrichtenagentur AP berichtete zuvor, dass in China offenbar erstmals »genomeditierte« Babys zur Welt gekommen sind. Laut der Meldung sind vor wenigen Wochen die Zwillingsmädchen Lulu und Nana geboren worden, in deren Erbgut bereits im frühen Embryo-Stadium eine Erbgut-Anlage mithilfe des Genom-Editier-Werkzeugs Crispr/Cas9 ausgeschaltet worden sei. Ist dem so, wäre dies der weltweit erste »erfolgreiche« Eingriff beim Menschen.

China: Erstmals genmanipulierte Babys zur Welt gekommen

Der dafür maßgeblich verantwortliche chinesische Wissenschaftler He Jiankui von der Universität Schenzen äußerte sich dahingehend, dass die beiden Mädchen »so gesund wie jedes andere Baby zur Welt gekommen seien«. He erklärte weiterhin, dass er mit Hilfe der »Genom-Chirurgie« im Erbgut der beiden Mädchen »die molekulare Eintrittspforte entfernt, durch die HI-Viren Menschen infizieren können.« Der chinesische Genetiker hat die Meldung geschickt platziert. Morgen startet in Hong Kong ein internationaler Gipfel zum Thema »Human Genome Editing«. Die Gemeinde der Genetiker ist sich weitgehend einig ob der Verantwortungslosigkeit des chinesischen Kollegen. »Direkte Versuche am Menschen können nur als verrückt beschrieben werden«, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Schreiben, das 122 Forscher unterzeichneten. Langzeitwirkungen des Experimentes wären nicht ansatzweise absehbar. »Die potenziellen Risiken und Schäden für die gesamte Menschheit, die durch einen ungerechtfertigten Einsatz des Verfahrens in der Zukunft entstehen können, sind unermesslich.«

Für viele Wissenschaftler ist die Manipulation des menschlichen Genoms der Super-GAU schlechthin.

Der Vorsitzende des deutschen Ethikrats, Peter Dabrock von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, erklärte zu den Berichten gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: »Sollte es sich bewahrheiten, dass ein mithilfe von Crispr genmanipuliertes Baby erzeugt worden ist, wäre dies für die Wissenschaft ein Super-Gau. Dass ausgerechnet am Tag vor dem weltweiten Wissenschaftsgipfel in Hongkong, der über den verantwortlichen Umgang mit genome editing beim Menschen berät, ein solches Experiment bekannt wird, kann ja fast nur als Affront gegenüber dem Ansinnen verantwortlicher Wissenschaft gewertet werden.« Dabrock weiter: »Ob es stimmt oder nicht, was der chinesische Forscher He behauptet: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind solche Versuche und auch Ankündigungen auf Schärfste zu kritisieren. Die Neben- und Spätfolgen sind noch unabsehbar und schwer zu kontrollieren.«

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