Das Ende der Ära Merkel: Verzicht auf Parteivorsitz

Steht nun auch die GroKo und Kanzlerschaft auf dem Spiel?




Das Ende der Ära Merkel: Verzicht auf ParteivorsitzDas hat gesessen! Gemeint sind die massiven Wahlverluste der CDU im Rahmen der Landtagswahl in Hessen. Die CDU ging mit zweistelligen Verlusten aus dem Wahlabend. Der Schock sitzt tief. Angela Merkel zieht nun die Reißleine und verzichtet auf eine erneute Kandidatur zur Parteivorsitzenden im Dezember. Ob sie auch Kanzlerin bleibt, ist fraglich. Merkel hatte stets die Bedeutung der Verknüpfung der Ämter des Parteivorsitzenden und Kanzlers betont. Noch will sie auf das Amt des Bundeskanzlers nicht verzichten. Das Ende der Ära Merkel: Verzicht auf Parteivorsitz.

  • Nach 18 Jahren an der Parteispitze will Angela Merkel nicht mehr als CDU-Chefin kandidieren.
  • Die Kanzlerin reagiert damit auf das schlechte Wahlergebnis in Hessen sowie massiv sinkende Umfragewerte der CDU.
  • Als möglicher Nachfolger wird der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz gehandelt.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember nicht mehr als Parteivorsitzende kandidieren. Dies kündigte Merkel heute in einer eilig eingerufenen Sitzung des CDU-Präsidiums an. Damit zieht die Bundeskanzlerin die Konsequenzen aus dem schlechten Wahlergebnis der CDU in Hessen sowie aus den sinkenden Umfragewerten für die CDU im Bund.

Das Ende der Ära Merkel: Verzicht auf Parteivorsitz

Die Umfragewerte der Union im Bund sind katastrophal und weiterhin Sinkflug begriffen. In Hessen verlor die CDU mehr als zehn Prozentpunkte und im Bund rangiert die »Volkspartei« bei nur noch 24 Prozent. Der Schritt Merkels ist bedeutend und kommt einer Bankrott-Erklärung gleich. Seit achtzehn Jahren war Merkel Parteichefin der CDU. Kanzlerin möchte Angela Merkel jedoch bleiben. Dies ist insofern sehr erstaunlich, als dass sie immer wieder betonte, dass beide Ämter in eine Hand gehören würden. Experten sind sich einig, dass der innerparteiliche Druck auf Merkel dermaßen groß geworden ist, dass ihr nun gar nichts anderes übrig blieb, als auf den erneuten Parteivorsitz zu verzichten. Ob das die immer weiter sinkenden Umfragewerte aufhalten kann, ist jedoch mehr als fraglich.

Das Ende der Ära Merkel: Verzicht auf Parteivorsitz

Die Nachfolger bringen sich in Stellung

Bleibt die Frage nach dem neuen Parteivorsitzenden. Aus dem Umfeld des ehemaligen Unionsfraktionschefs Friedrich Merz trommelt man jedoch derzeit am lautesten. Konkret: Es scheint, als solle Friedrich Merz kandidieren. Er scheint ein aussichtsreicher Kandidat für den Posten zu sein. In den letzten Wochen hatten sich bereits drei als aussichtslos geltende Christdemokraten ins Gerede gebracht – der hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff, der Bonner Völkerrechtsprofessor Matthias Herdegen sowie Jan-Philipp Knoop, ein Berliner Jura-Student. Neben Friedrich Merz sind jedoch auch noch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn sowie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet im Gespräch. Man darf gespannt sein, wer in den kommenden Tagen bis zum Parteitag im Dezember seine Kandidatur anmelden wird.

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