Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass




Am 28. Januar 1959 unternahmen zehn Studenten der Staatlichen Technischen Universität eine Wanderung ins russische Uralgebirge. Ansich nichts Besonderes. Doch diesmal sollte alles anders werden. Einer der Wanderer – Yury Yudin – wurde krank und musste zurückbleiben. Glück für ihn – er war der einzige Überlebende der Gruppe von Studenten. Bis heute ist der Tod der Studentengruppe ein großes Mysterium. Was der Rettungstrupp vorfand, bleibt bis heute ein großes Rätsel und Mysterium. Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass.

Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass

Es ist beileibe nicht Ungewöhnliches, dass sich die Spur von Wanderern in der Wildnis verliert und sie niemals wieder gefunden werden. Die Erklärungen dafür sind vielfältig. Wildnis bedeutet Risiko, selbst für erfahrene Typen mit Outdoor-Erfahrung. Doch was das Such- und Rettungsteam in der Umgebung des Zielortes einer Gruppe junger Studenten vorfand, gibt bis heute Rätsel auf. Das Zelt der neun Studenten war anscheinend von innen aufgeschnitten worden und randvoll durcheinander gefüllt mit den Essens-Rationen der Gruppe, Unmengen warmer Kleidung sowie anderen wichtigen Dingen.

Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass

Die Retter entdeckten fünf der vermissten Wanderer etwa 1,6 Kilometer vom Zelt entfernt. Drei Studenten fand man neben den Überresten eines Lagerfeuers. Die Hände der beiden waren schwerstens verbrannt. Zwei weitere Männer der vermissten Gruppe lagen in unmittelbarer Nähe des erloschenen Lagerfeuers jeweils in Abständen von etwa 30 Metern. Allen Anschein wollten diese Studenten zu dem zerstörten Zelt zurückzukehren. Sämtliche Studenten waren tot. Eine Auffälligkeit fiel den Rettern sofort ins Auge – allen jungen Männer fand man in verschiedenen Ankleidungszuständen vor. Fast alle trugen keinerlei Schuhe. Einer der Männer – Rustem Slobodin – wies eine kleine Schädelfraktur auf. Die restlichen vier Wanderer wurden etwa drei Monate später in einer tiefen Schlucht in der Nähe gefunden. Einige trugen Kleidung, wie sie im Zelt der Gruppe vorhanden war. Die Vier hatten wohl die Kleidung der am Lagerfeuer verbliebenen Studenten geplündert bzw. an sich genommen. Einer dieser Wanderer hatte eine Brustverletzung erlitten, wie sie von einem Autounfall herrühren könnten und einem weiteren Absturzopfer fehlte die Zunge.

Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass

Jetzt wird´s ganz seltsam

Als ob das alles nicht schon seltsam genug wäre, wird es von nun an sehr mysteriös. Die Kleidung der Wanderer war stark radioaktiv verstrahlt. Zudem gab es von den schweren Verletzungen einmal abgesehen keinerlei offensichtliche Anzeichen für einen Kampf oder etwa Tierbissspuren bzw. entsprechende Abwehrverletzungen. Auch sehr merkwürdig: Einer der Wanderer – Semyon Zolotaryov – hatte sich anscheinend die Zeit genommen, seine Kamera zu greifen, bevor er aus dem Zelt floh. Die Kleidung jedoch hatte er zurückgelassen. Ein weiterer Teilnehmer der studentischen Wandergruppe –  Juri Krivonischenko – hatte ein verschwommenes Bild von einem leuchtenden »Irgendetwas« gemacht. Ach ja, der Unfallort, an dem die Studenten zu Tode kamen, trägt den Namen »Berg der Toten«. Wie und warum die Studenten gestorben sind, ist bis heute unklar. Es gibt jedoch ein paar Theorien. Eine etwa besagt, dass die jungen Männer von jemandem oder etwas im Wald angegriffen wurden. Es gibt da lediglich ein kleines Problem: Die Suchteams fanden neun Fußabdrücke im Schnee – einen für jedes der Opfer – aber keine anderen Spuren, weder von Mensch noch Tier.

Das Geheimnis der Unfall-Tragödie vom Djatlow-Pass

Streit, Wahnsinn, UFO oder Waffentest?

Hatten sich die Wanderer vielleicht in die Haare gekriegt. Durchaus denkbar, aber auch dafür gibt es keinerlei Beweise. Die Tagebücher der Wanderer, die im Zelt gefunden wurden, deuteten auf keine Spannung innerhalb der Gruppe hin. Einige der wenigen Bewohner der Gegend berichteten später von orangefarbenen Lichtern am Himmel. Ein UFO? Eine andere Theorie besagt, dass die neun Studenten zufällig Opfer eines sowjetischen Waffentest wurden. Zumindest würde das die radioaktive Strahlung erklären und warum die offizielle Untersuchung des Vorfalls fast so schnell abgeschlossen wurde, wie sie initiiert wurde. Anscheinend waren die Ermittler sehr froh darüber Spuren »einer zwingenden Naturgewalt« als Todesursache gefunden zu haben. Viele Experten sehen mittlerweile Infraschall als Ursache des Todes der Wanderer an. Spezielle Windsituationen sollen Geräusche weit jenseits des Hörbaren erzeugt haben. Dies hätte anschließend zu einer Panik im Zelt gefühlt. Tiefe Infraschall-Emissionen erzeugen Ohrendruck, Vibrationen sowie Angst- oder Unsicherheitsgefühle bis hin zu Panikattacken. Das hat die Wanderer vielleicht panisch in die Nacht laufen lassen, ohne sich um entsprechende Kleidung zu kümmern. War es also eine Reihe von schrecklich unglücklichen Unfällen, die sich zufällig zu einem bizarren Rätsel summierten und den tragischen Tod der Studenten zur Folge hatte? Oder war es vielleicht der Test einer neuartigen Waffe, der den Wanderern zum Verhängnis wurde? Eine abschließende Klärung wird es wohl nicht mehr geben.

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