Das Kiplingcotes Derby – Großbritanniens ältestes Pferderennen




Das »Kiplingcotes Derby« ist etwas ganz Besonderes. Seit 1519 donnern Pferde bei einem der weltweit ältesten Pferderennen über eine vier Meilen lange Strecke. Das Interessante ist vor allem die Tatsache, dass es sich bei den Pferden nicht um typische Rennpferde handelt und der Kurs auch keine übliche Rennstrecke ist. Alle Pferde – Vollblut oder nicht – sowie Reiter unterschiedlichster Prägung und Alters sind qualifiziert, in Englands ältestem Pferderennen zu laufen. Das Kiplingcotes Derby – Großbritanniens ältestes Pferderennen.

Das Kiplingcotes Derby fand laut geschichtlichen Überlieferungen erstmals im Jahre 1519 statt. Das Besondere an dem Rennen: Pferde und Reiter jeden Alters und Hintergrunds waren und sind bis heute willkommen. Der jemals älteste registrierte Reiter war immerhin 74 Jahre alt. Das Derby findet jeweils am dritten Donnerstag im März statt. Die Teilnehmer kommen am Tag des Rennens, bezahlen das Startgeld und sind dann startklar. Es gibt nur einen Buchmacher, der keine Vorankündigung der Läufer erhält und seine Quoten am Tag des Rennens festlegen muss.

Das Kiplingcotes Derby – Großbritanniens ältestes Pferderennen

Es ist ein erstaunliches Rennen betrachtet man die Pferde. Hier findet der Rennsportinteressierte alles – vom schlanken, gut bemuskelten Rennpferd bis hin zum stämmigen Kaltblüter. Hier galoppieren alle mit, es gibt keinerlei Grenzen noch Ressentiments. Man ist hier offen für alles und jeden. Einige Fahrer tragen bunte Seidenstoffe, während andere ihre Alltagskleidung tragen. Die Einheimischen stehen an der Strecke und feuern die Teilnehmer an, während sie vorbeiflitzen. Das Derby ist ein sogenanntes Punkt-zu-Punkt Flachrennen und findet auf rauen und teilweise steilen und schlammigen Feldwegen statt. Das Finish wird auf dem Grasrand entlang einer öffentlichen Straße ausgetragen.

Skurril ist die Tatsache, dass es sehr viel lukrativer, den zweiten Platz bei diesem Rennen zu belegen. Der Gewinner erhält 50 Pfund und darf die Trophäe bis zum nächsten Rennen zu behalten. Der Zweitplatzierte jedoch erhält den Rest der Startgelder. Aufgrund der Anzahl der Pferde, die am Rennen teilnehmen, ist dieser Zweitplatzierte oft weitaus mehr als die Erstplatzbelohnung. Trotzdem möchte jeder das Rennen gewinnen. Die Tradition besagt, dass, wenn das Rennen ein Jahr lang abgesagt wird, es nie wieder stattfinden wird. Aber man ist durchaus kreativ, selbst wenn die Umstände widrig sind.  Beispiel 2018: In jenem Jahr wurde die Strecke aufgrund von zu viel Wasser als zu gefährlich für das Laufen eingestuft. Deshalb wurden die Pferde teilweise von Hand über die Strecke geführt – das Rennen fand also statt.

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