Die Hessenwahl 2018 und Merkels Zukunft

Wachsender Unmut in der CDU zur Personalie Merkel




Die Hessenwahl 2018 und Merkels ZukunftKönnte die kommende Wahl in Hessen der prägende Schicksalsmoment für die Ära Merkel werden? Prophezeit wurde der Niedergang ja bereits viele Male. Doch diesmal stehen die Zeichen wohl auf Sturm. In der CDU werden zunehmend Stimmen laut, die das Wahlergebnis kommenden Sonntag in Hessen mit der Kanzlerfrage verbinden. Kommt es zum jähen Ende nach 13 Jahren Merkel? Die Hessenwahl 2018 und Merkels Zukunft.

 

Ein Bericht der »Welt am Sonntag«, der zum Nachdenken einlädt. Da monieren CDU-Mitglieder ganz frei von der Leber das Ende der Ära Merkel: »Ich würde für gar nichts garantieren, wenn die Hessenwahl schiefgeht«, zitiert das Blatt ein Mitglied der Unionsfraktion. Ein anderer CDU-Abgeordneter äußert sich ähnlich: »Volker Bouffier muss weiterregieren können, sonst ändert sich womöglich alles.« Starke Worte! Gemeint ist, dass Spekulationen kursieren, nach denen Merkel ihren Posten als Parteichefin und womöglich auch als Kanzlerin nicht mehr bis zum Sommer halten könnte. Denn in jenem Sommer kürt die CDU ihren Spitzenkandidaten für die Wahlen 2021.

Die Hessenwahl 2018 und Merkels Zukunft

Doch ehe es so weit ist, steht erst einmal im Dezember Merkels Wiederwahl als CDU-Chefin auf der Agenda der CDU. Politexperten gehen mittlerweile davon aus, dass Merkel kaum mehr antreten wird, sollte die Wahl in Hessen verlorengehen. Dabei ist sie Opfer ihrer eigenen Ansprüche: Sie selbst betonte immer wieder, wie eng Parteivorsitz und Kanzleramt miteinander verknüpft sind. Verfehlt die CDU in Hessen also ihr Ziel, müsste die Bundeskanzlerin laut eigenem Gusto dann wohl auch ihr Amt als Regierungschefin aufgeben.

Die Hessenwahl 2018 und Merkels Zukunft
© CDU / Laurence Chaperon

Der entscheidende Faktor ist Bouffier

Naturgemäß spielt Hessens Landesvater eine entscheidende und gewichtige Rolle. Ein CDU-Abgeordneter gegenüber der Welt am Sonntag dazu: »Ich bin überzeugt, dass Bouffier selbst die Schuld auf Merkel schiebt und Veränderungen fordert.« Nach außen hin der treue Vasall hat Bouffier neulich Klartext gesprochen. Im Rahmen eines Interviews gab der hessische Ministerpräsident der CSU und Merkel bereits die Schuld an den schlechten Umfrageergebnissen. Wird hier bereits der Weg für ein schlechtes Wahlergebnis der CDU kommenden Sonntag vorbereitet? Und, die Befürchtungen sind durchaus gerechtfertigt. Laut dem ZDF-Politbarometer liegt die CDU in Hessen aktuell nur noch bei 26 Prozent, die Grünen folgen mit 22 Prozent und die SPD mit 20 Prozent. Und es könnte sogar noch schlimmer kommen: Laut einer Umfrage zufolge sind 44 Prozent der Bürger unentschlossen, wen sie wählen sollen. Auch die kleineren Parteien bringen bereits ihre Geschütze in Stellung. So äußerte sich FDP-Chef Lindner in einem Interview zur Zukunft Merkels: »Ich habe keinen Zweifel, dass Laschet das Zeug zum Kanzler hätte.«

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