Edisons letzter Atem




Edisons letzter AtemIm Henry Ford Museum in Dearborn, Michigan gibt es neben vielen faszinierenden Ausstellungsstücken ein Exponat der ganz besonderen Art zu sehen. Dieses symbolisiert die innige und freundschaftliche Beziehung zwischen dem Industriemagnaten Henry Ford und dem Erfinder Thomas Alva Edison. Man mag es kaum glauben, aber es ist Edisons letzter Atemzug. Eine verrückte Geschichte!

 

Thomas Alva Edison kann man getrost als Jahrhundertgenie bezeichnen. Ihm verdanken wir unter anderem die erste funktionsfähige Schreibmaschine, den Phonographen mit Edison-Walze sowie den Kinematographen – die erste echte Filmkamera. Aber welche Erfindung Edison hauptsächlich berühmt gemacht hat, ist die elektrische Glühlampe. Doch die hat er in der Tat nie erfunden. Edison hatte jedoch einen ausgeprägten Spürsinn für lohnende Geschäfte, die ihm den Ruf des Glühlampenerfinders einbrachte. 1880 ließ er sich diese Erfindung patentieren, da er den Entwurf maßgeblich perfektioniert hatte. Überhaupt war Edison ein exzellenter Geschäftsmann und Vermarkter seiner Ideen. Er hatte den Ruf eines Tausendsassas und Multitalents mit universellem Interesse, das sich lebenslang mit fast jedem Bereich des Lebens befasst hat. Er gründete Dutzende Unternehmen, die seine Erfindungen verkauften. Und davon gab es immens viele. Edition meldete im Lauf seines Lebens 1.093 Patente an.

Edisons letzter Atem

Es verwundert nicht, dass Thomas Alva Edison und Henry Ford eine innige Freundschaft verband. Sie waren Typen vom gleichen Schlag – Erfinder, Visionäre und Industrielle. Und beide wählten ihren Wohnort im warmen Fort Myers im sonnigen Florida. Edison musste dem New Yorker Winter entfliehen, da er nach dem Tod seiner ersten Frau ernsthaft angeschlagen war. Damals war Edison 38 Jahre und schon sehr vermögend. Kurzerhand kaufte er Grundstück und baute ein Haus inklusive Laboratorium. Er heiratete ein zweites Mal, und seine Frau Mina schenkte ihm drei Kinder.

Schon bald entwickelte sich eine Freundschaft zu seinem Nachbarn, dem Industriellen Henry Ford, der sich von seinen beruflichen Strapazen erholte. Edison und Ford verstanden sich dermaßen gut, dass nachdem Edison an den Rollstuhl gefesselt war, sich Ford selbst einen Rollstuhl anschaffte, um gegen ihn Rennen fahren zu können.

Edisons letzter Atem
Ford und Edison – zwei dicke Freunde. © Ford

Vor Edisons Ableben trafen beide ganz besondere Vorbereitungen: Edison wollte seinem Freund Ford seinen letzten Atemzug zukommen lassen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, wie man sich leicht vorstellen kann. Also ließ Ford kurzerhand am Sterbebett Edisons einfach eine Reihe Reagenzgläser aufstellen. Als Edison verstorben war, wählte Ford eines davon aus, ließ es versiegeln und nahm es an sich. Dieses Reagenzglas hatte für Ford immer eine ganz besondere Bedeutung. Es erinnerte ihn an seinen besten Freund – Thomas Alva Edison. Heute kann man das Reagenzglas mit Edisons letztem Atem im Ford Museum in Dearborn, Michigan anschauen.

Edisons letzter Atem

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