Elektro-Longboards – Tipps für Einsteiger

Mit 30 Sachen durch die City




Elektro-Longboards - Tipps für EinsteigerElektromobilität mal ganz anders: Während sich die Automobilhersteller in Sachen Elektroauto noch reichlich zieren und mühen, hat die Freizeitindustrie das Thema für sich schon längstens entdeckt und bereitwillig innovativ aufgenommen. Stichwort Longboard: Die elektrisch angetriebenen Longboards sind zunehmend in den Metropolen dieser Welt anzutreffen und sorgen für reichlich Aufsehen. Doch Vorsicht, die Bretter mit Motor sind alles andere als ein Spielzeug. Elektro-Longboards – Tipps für Einsteiger!

Longboards sind wie der Name schon sagt die lange Variante eines Skateboards. Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern coole kalifornische Surfer, die einen Ersatz für das Surfen suchten, wenn der Pazifik in Sachen Wellen mal wieder nicht viel hermachte. Also kurzerhand das Surfbrett verkleinert, Rollen darunter und los ging’s. Das war Mitte der 50er-Jahre, als der Surfsport in Südkalifornien regelrecht explodierte. Heutzutage sind Longboards aus dem Lifestyle und Großstadtleben schon lange nicht mehr wegzudenken. Und noch mehr: Longboards »mutieren« zum Fahrrad- und Autoersatz und zum Sportgerät, mit dem man eine Message verbreitet. Das lange Brett ist überall anzutreffen, egal ob Downhill, Freeride, Slalom, Pumping oder Dancing. So heißen die sportiven Disziplinen, bei denen das Longboard zum Einsatz kommt.

Besonders beliebt ist das lange Brett bei Städtern. Und wer kann es ihnen verübeln, wenn die Straßen von Autos und Fahrrädern verstopft werden. Mit einem Longboard ist man nicht nur schneller unterwegs, man verbindet mit der Leidenschaft zum schnellen Brett gleich auch eine sportliche Betätigung – und natürlich ein hippes Statement.

Elektro-Longboards – Tipps für Einsteiger

Vergessen wir das gleich mal wieder mit der sportlichen Betätigung. Das Longboard hat nämlich eine neue Evolutionsstufe erreicht und wurde kurzerhand elektrifiziert. Das Motto hier lautet nämlich: Fernbedienung statt Beinarbeit! Aber der Reihe nach. Stellt sich doch zuerst einmal die Frage, was bringt den überhaupt ein elektrifiziertes Longboard? Ganz einfach: Der integrierte Motor hilft einfach nur Geschwindigkeit aufzunehmen. Der Mensch mit dem rollenden Brett unter den Füßen spart Kraft. Ein e-Longboard kann man genau wie ein traditionelles Longboard für das Cruising, Dancing, Long-Distance und Carving verwenden. Der Motor unterstützt lediglich, wie bereits erwähnt, in Sachen Fahrtgeschwindigkeit und der Erweiterung der Reichweite. 

Wie funktioniert’s?

Auf den ersten, meist flüchtigen Blick sind Unterschiede zwischen e-Longboard und normalem Longboard kaum auszumachen. Die Technik ist mittlerweile so weit vorangeschritten, dass die Hersteller in der Lage sind, den Motor in das Innere der Räder zu integrieren. Die Akkus sind meist unter dem Brett montiert. Besonders neuere und meist etwas teuere Modell haben den Akku in das Brett verbaut. Der Motor leitet die Kraft in eines oder gleich in mehrere Räder – ne nach Modell und gefüllter Geldbörse. Die Kontrolle über den Motor funktioniert bei allen e-Longboards gleich: Per Fernbedienung, wie es Mann oder/und Frau aus der Kindheit mit ferngesteuerten Autos kennt.

Die Boards haben im Schnitt eine Reichweite von rund 40 Kilometern. Zudem erreichen die Bretter Geschwindigkeitsbereiche, die das oft innerorts geltende Tempolimit von 30 Stundenkilometern erreichen oder sogar toppen. Also Achtung – ein e-Longboard ist kein Spielzeug, sondern ein aktives Fortbewegungsmittel, das man beherrschen muss. 

E-Longboards sind Kraftfahrzeuge

Und noch eines: e-Longboards sind in Deutschland im öffentlichen Raum verboten – man darf es also auf Straßen und Wegen, die der Straßenverkehrsordnung unterliegen nicht benutzen. Schade eigentlich! Dies liegt in der Tatsache begründet, dass es wegen der hohen erreichbaren Geschwindigkeiten als Kraftfahrzeug gilt, das man nicht auf dem Gehweg fahren darf. Und da die Longboards mit Elektroantrieb keine Betriebserlaubnis und Versicherung für die Straße besitzen, sind sie hier sowieso tabu. Nochmal schade!

Elektro-Longboards - Tipps für Einsteiger

Und falls Sie es trotzdem tun, dann lassen Sie sich bloß nicht vom Freund und Helfer erwischen, denn dann wird’s so richtig teuer. Beispiel gefällig? Bitteschön: Letztens wurde ein Elektro-Longboarder in Wilhelmshaven erwischt, der auf einer Straße unterwegs war. Er musste sein sündhaft teures Board (knapp 4.000 Euro) abgeben – Verfahren inklusive.

Wie teuer ist ein e-Longboard?

Wie bei so vielen Dingen, die Spaß machen und vor allem den männlichen Gadget-Geist wecken, kann man Elektro-Longboards grob in drei Kategorien unterteilen – die übliche teure Markenware, dann China lässt grüßen und zu guter Letzt eine mittlerweile stattliche Anzahl von Boards in der Mittelklasse. Die Mittelklasse liegt preislich und leistungstechnisch im Bereich zwischen den teuren China-Kopien der Spitzenmodelle und den eigentlichen Spitzenmodellen. Konkret: Für ein gutes e-Longboard sollte man schon zwischen 400 und 700 Euro investieren. Die Crème de la Crème (Boosted, Evolve oder Inboard) verlangt für ihre Boards immerhin stattliche Summen jenseits der tausend Euro. Ach ja, nicht zu vergessen das trendige Zubehör, wie etwa Tasche, Helm (unbedingt notwendig) und coole Klamotten.

Und braucht man ein e-Longboard?

Oh ja, auf jeden Fall! Auch wenn das Brett auf deutschen Straßen nicht erlaubt ist, macht es einen höllischen Spaß. Nach ein paar Stunden Übung hat es im Gefühl und das Longboard mit Motor fährt sich wie ein ganz normales Longboard. Und Sie ahnen es – man sollte vorher diverse Erfahrungen mit einem ganz normalen Longboard haben – erst dann macht der Umstieg wirklich Sinn. Und dann kann’s losgehen – mit 30 Stundenkilometern durch die Landschaft cruisen, auch mal gern bergauf. Aber nicht auf öffentlichen Straßen!

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