Elektrosportwagen Rimac Concept 2 – Rennbolide mit Akku




Elektrosportwagen Rimac Concept 2Das Elektroautos meist nicht unbedingt zu den Eyecatchern schlechthin zählen dürfte der ein oder andere mit Sicherheit schon bemerkt haben – von Sportwagenfeeling einmal ganz zu schweigen. Doch was da auf dem Genfer Autosalon der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, dürfte Enthusiasten der heißen Reifen die Freudentränen in die Augen treiben. Eine Spitzengeschwindigkeit von 412 km/h und eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern sind ebenfalls ein Begeisterungskatalysator. Man muss allerdings tief in die Tasche greifen, möchte man den Elektrosportwagen Rimac Concept 2 erwerben. Sehr tief!

Schon mit dem Concept One zeigte der Gründer von Rimac, Mate Rimac, wo der Hammer in Sachen Batterie- und Supersportwagenbau hing. Mit dem Concept 2 hat der Kroate mit seiner Edelschmiede für Elektrosportwagen jedoch noch einmal eine mächtige Schippe draufgelegt. Das Motto »stärker, schneller, weiter« wurde dem faszinierenden Publikum anlässlich des Genfer Autosalons in Form des Rimac Concept 2 vorgestellt. Ein Sportwagen mit unglaublichen Eckdaten.

Elektrosportwagen Rimac Concept 2

Die kroatische Rennsemmel wartet mit Superlativen auf – 1914 Pferdestärken, ein Drehmoment von 2.300 Newtonmeter und eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern. Ach ja, der Supersportwagen mit der Batterie im nicht vorhandenen Tank bringt es auf sage und schreibe 412 Stundenkilometer. Unglaublich! Die Kraft holt der Elektrosportwagen aus einem gewaltigen Elektromotor, der seine unbändige Energie aus einer 120-kWh-Batterie holt und den Sportwagen von Null auf Einhundert in 1,97 Sekunden beschleunigt. Testfahrer vergleichen die Beschleunigung wie den Ritt auf einer Kanonenkugel. Und theoretisch, so sagen die Entwickler des Elektrosportwagens, ginge in Sachen Höchstgeschwindigkeit noch mehr. Allerdings müsste dann eine andere Bereifung montiert werden, denn die setzt die derzeit untere Grenze. Bei noch höheren Geschwindigkeiten würden die Pneus einfach wegschmoren bzw. anfangen zu brennen.

Das Schätzchen kostet rund 1,5 Millionen Euro

Der Sportwagen aus dem Hause Rimac ist kein Schnäppchen. Ein potentieller Käufer muss schlappe 1,5 Millionen Euro auf die Theke legen. Für die anvisierte Klientel sicherlich kein Problem – Stichwort Portokasse! Und ist der Rimac Concept 2 sein Geld wert? Schwer zu beantworten, aber diese Frage stellt sich auch irgendwie nicht. Auf jeden Fall ist das Gefährt vollgepackt mit Hightech.  Selbst teilautonomes Fahren ist möglich. Dafür verantwortlich zeichnen sich acht Kameras, sechs Radarsensoren, zwölf Ultraschallsensoren und ein Laser-Sensor. Der Laser-Sensor mit der Bezeichnung »Lidar« übernimmt dabei die Hauptaufgabe der Geschwindigkeits- und Abstandsmessung.

Elektrosportwagen Rimac Concept 2
© Rimac

Mit an Bord ist der sogenannte »Driving Coach«, der extra für die Rennstrecke entwickelt wurde und den Fahrer über den optimalen Punkt zum Bremsen und Einlenken in Kurven informiert und unterstützt. Das Entriegeln des millionenschweren Fahrzeugs übernimmt eine Gesichtserkennung. Im Inneren des Elektrosportlers wähnt man sich im Cockpit einer Raumfähre. Insgesamt drei Displays informieren den Fahrer über alles, was es zu informieren gibt.

Sie haben das nötige Kleingeld sich diesen Traum zu erfüllen? Prima, aber auch hier heißt es warten – die Lieferzeit beträgt zwei Jahre! Zudem sollten Sie in der Nähe eine Rennstrecke greifbar haben. Denn erst da können Sie das volle Tempo des Elektrosportwagens zur Gänze »genießen«.

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