Football-Leaks: Geht es jetzt FIFA-Chef Infantino an den Kragen?

UEFA will Vorwürfe gegen Infantino prüfen




Football-Leaks: Geht es jetzt FIFA-Chef Infantino an den KragenEs kracht mal wieder in FIFA. Nach den SPIEGEL-Enthüllungen über den aktuellen FIFA-Boss Gianni Infantino reagieren die Fußball-Spitzenfunktionäre: »Wir werden innerhalb der UEFA die Lage analysieren und dann gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden«, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel gegenüber dem Spiegel. Football-Leaks: Geht es jetzt FIFA-Chef Infantino an den Kragen?

 

Um was geht es eigentlich? Football Leaks (FL) ist eine Enthüllungsplattform, die Leaks im Bereich des Profifußballs veröffentlicht. Man vermutet, dass die Betreiber der der Internet-Seite unbekannte Whistleblower aus Portugal sind. Deren Sprecher tritt in Interviews »John« in Erscheinung. Und sie haben hehre Ziele: Sie möchten »den Fans offenbaren, zu welchem ‚hochkorrupten System‘ sich der Spitzenfußball entwickelt habe«. Letztens machte Football Leaks von sich reden, als man das Thema Europäische Super League mit dem FC Bayern und dem BVB auf die Tagesordnung brachte. Diese europäische Super-Liga ist seit Jahren immer mal wieder im Gespräch, aber die verantwortlichen Manager der Clubs wiegelten immer wieder ab. Das sei alles Musik von übermorgen! Übermorgen? Weit gefehlt! Wie der Spiegel durch die Football-Leaks-Dokumente in Zusammenarbeit mit dem NDR und dem Recherchenetzwerk EIC herausfand, steht die European Super League (ESL) bereits in den Startlöchern – mit den Bundesligisten FC Bayern und Borussia Dortmund. Geplanter Startschuss: 2021/22. Soviel zum Thema Musik von übermorgen.

Football-Leaks: Geht es jetzt FIFA-Chef Infantino an den Kragen?

Und nun hat es also FIFA-Boss Gianni Infantino getroffen. Wie neuerliche Dokumente der Plattform Football Leaks beweisen, soll Infantino 2014 bisher unbekannte Absprachen mit Klubs getroffen haben. Und darum geht es konkret:

  • Als Generalsekretär der UEFA machte Infantino 2014 einen Deal mit Paris SG und hebelte damit die Regeln des sogenannten Financial Fair Plays (ein Klub darf nur ausgeben, was er einnimmt) aus. Und darum ging es: PSG-Boss Nasser al-Khelaifi wollte 215 Millionen Euro pro Jahr in den Klub »investieren« und sollte im Gegenzug von Paris SG »Dienstleistungen« bekommen, die laut Expertenmeinungen allerdings nur 2,79 Millionen Euro wert waren. Infantino verhandelte mit dem Scheich, suchte Kompromisse. Mehr Gegenleistungen für Katar, mehr Geld für PSG. Man einigte sich bei 100 Millionen Euro pro Jahr. Experten sehen hierin ein unerlaubtes Finanzdoping.
  • Und es geht weiter: Es gibt den sogenannten »Super-Freundinnen-Vorwurf«. 2017 werden der Schweizer Ermittler Cornel Borbély und Richter Eckert als Chefs der Ethikkommission abgesetzt. Borbély ersetzt man durch Maria Claudia Rojas, eine Verwaltungsrichterin aus Kolumbien. Der Vorschlag kam vom Chef des kolumbianischen Fußball-Verbands. Die Richterin stellte sofort anfällige Ermittlungen gegen Infantino ein.

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