Gefakte Reportagen: Betrugsfall beim »Spiegel«




Das dürfte Wellen schlagen: Claas Relotius schrieb mehr als 50 Beiträge für den Spiegel. Nun gab das Nachrichtenmagazin bekannt, dass mehrere der auch preisgekrönten Geschichten manipuliert waren – Orte, Zitate und Personen waren teilweise frei erfunden. Gefakte Reportagen: Betrugsfall beim »Spiegel«.

Gefakte Reportagen: Betrugsfall beim »Spiegel«

Der freiberufliche Journalist Claas Relotius schrieb ab 2014 für den Spiegel. Sein Metier waren Reportagen aus aller Welt sowie Berichten über Menschen und deren Schicksale. Wie jetzt herauskam hat der 33-jährige Journalist seine Geschichten teilweise frei erfunden bzw. wichtige Eckdaten einfach gefälscht. Laut der Spigele-Redaktion arbeite Relotius mittlerweile nicht mehr für den Spiegel.

Gefakte Reportagen: Betrugsfall beim »Spiegel«

Laut Spiegel hat der freiberufliche Journalist insgesamt 55 Texte als Autor und Co-Autor verfasst, die veröffentlicht wurden. Zudem schrieb Relotius auch für weitere renommierte Medien wie beispielsweise die »Financial Times Deutschland«, das »SZ-Magazin« oder die Online-Ausgabe der »Zeit«. Für seine Veröffentlichungen wurde Relotius mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. So wurde er im Jahre 2014 beispielsweise als »CNN-Journalist of the year« gekürt. 2018 erhielt er den Peter Scholl-Latour-Preis und den Deutschen Reporterpreis 2018. Diesen erhielt der Journalist mit einer Reportage über einen syrischen Flüchtlingsjungen. Wie der Spiegel jetzt bekanntgab, waren in dieser Geschichte viele Zitate, Orte, Szenen und Menschen frei erfunden. Das Ganze erinnert irgendwie an die Affäre über die angeblichen Hitler-Tagebücher, die der Stern gefunden hatte. Daraus erwuchs 1983 der wohl größte Fake der deutschen Pressegeschichte. Die Tagebücher waren allesamt gefälscht. Relotius gab wohl selbst zu, dass er hier und da hinzugedichtet hat – beispielsweise im Falle eines in Guantanamo inhaftierten Jeremiten, der nach Jahren in dem Gefängnis nicht mehr entlassen werden will.

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