Der mysteriöse Tod von Edgar Allan Poe

Der mysteriöse Tod des Edgar Allan Poe




Tod von Edgar Allan PoeEdgar Allan Poe: Er gilt als Großmeister des Horrors, inspirierte ganze Heerscharen von Krimi- und Horrorschriftstellern – von Sir Arthur Conan Doyle bis Agatha Christie, von Jules Verne bis Stephen King und ist auch heute noch Inspirationsquelle unzähliger Autoren. Das Leben des Königs der Düsternis war stets umgeben von Tod und Tragik. Und auch der mysteriöse Tod von Edgar Allan Poe im Alter von 40 Jahren gibt noch immer Rätsel auf.

Edgar Allan Poes Bedeutung für die zeitgenössische Literatur kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wir verdanken ihm beeindruckende Kurzgeschichten, Ausflüge in die Science Fiction sowie faszinierende Gedichte mit meisterhaftem Symbolismus. Zu seinen besten Erzählungen gehört »Der Untergang des Hauses Usher«. Hier zeigte sich Poe als wahrer Meister des Grauens und begründete seinen legendären Ruf als Virtuosen der Schwarzen Romantik. Zudem gilt Poe als Erfinder der Detektivgeschichte. Der Held seiner Story »Der Doppelmord in der Rue Morgue« ist ein streng logisch ermittelnder Detektiv mit einer faszinierenden Kombinationsgabe, dessen Typus als Vorlage der modernen Kriminalliteratur bis heute dient. Edgar Allan Poes Geschichten weisen immer wieder die gleichen Muster auf – der Tod schöner Frauen, lebendig begrabene Menschen und eine Vielzahl von Individuen, die zwischen Wahn und Realität wandeln.

Beim Blick auf Edgar Allan Poes Lebenslauf wird eines sehr schnell klar – seit frühester Kindheit umgab Edgar Allan Poe der Tod. Eine Vielzahl von Todesfällen begleitete seine Kindheit, Jugend und den jungen Erwachsenen. Seine Mutter verstarb, als er zwei Jahre alt war, die erste große Liebe im Alter von 15 und die Pflegemutter schied dahin, als er 20 war. Auch seine Gattin verstarb mit 24. Zudem ist das Dasein des Schriftstellers überschattet von Schicksalsschlägen, Armut, psychischer Krankheit und einem exzessiven Drogenkonsum. Poe ist das Paradebeispiel eines zutiefst zerrissenen Künstlers, der an der Welt zerbricht, dabei jedoch Großes schafft. Und damit avanciert er zum Mythos und zur Kultfigur, die bis heute nichts von ihrem Glamour und dem Mysteriösen verloren hat.

Edgar Poe erblickt am 19. Januar 1809 in Boston das Licht der Welt. Er ist der zweite Sohn des Schauspielerehepaars David und Elizabeth Poe. Nur ein Jahr nach der Geburt des Jungen verschwindet der Vater spurlos. Die Mutter stirbt im Jahr darauf an Tuberkulose. Poe wird Vollwaise. Der Tod der Schauspielerin und beliebten Sängerin Elizabeth Poe erschüttert die feine Gesellschaft im schottischen Richmond, wo sie geboren wurde dermaßen, dass sich ein kinderloses Paar entschloss, den jungen Poe ein neues Heim zu bieten. Für den kleinen Edgar Poe beginnt eine halbe Weltreise zu seinen Pflegeeltern John und Francis Allan nach Richmond in Schottland. Es muss keine schöne Kindheit gewesen sein. Die Pflegeeltern akzeptieren den Kleinen nicht und adoptieren ihn auch nie. Trotzdem nimmt er später den Namen der Allens an.

Tod von Edgar Allan Poe

1826 ging es für Edgar Allan Poe wieder Richtung USA. Er immatrikulierte sich für die frisch eröffnete Universität von Virginia in Charlottesville. Dort studierte er alte und neue Sprachen. Als Student kam Poe erstmals in Kontakt mit Drogen, Alkohol und Glücksspiel – Laster, die ihn sein gesamtes Leben begleiten sollten. Nach dem Studium arbeitete er als Redakteur diverser Zeitschriften, schreibt und veröffentlicht Rezensionen, Essays, Geschichten und Gedichte. Und Poe entwickelt sich zu einem begnadeten Schriftsteller.

Der mysteriöse Tod von Edgar Allan Poe

Das Jahr 1847 war für Poe ein tragisches Jahr – seine geliebte Frau Virginia verstarb, was den jungen und labilen Poe völlig aus der Bahn warf. Trost suchte er zunehmend bei Drogen und Alkohol. 1849 reiste Edgar Allan Poe nach Richmond. Durch Zufall traf er dort eine alte Jugendliebe wieder – Elmira Shelton. Zwischen den beiden funkte es erneut. Man verlobte sich und schmiedete Hochzeitspläne. Alles schien sich wieder zum Guten zu wenden. Doch das Schicksal schlug erneut erbarmungslos zu: Am 27. September 1849 verließ Edgar Allan Poe Richmond in Richtung Fordham, New York. Dort besaß der Autor ein Cottage. Er kam niemals an. Was in den folgenden Tagen passierte breit bis heute ein Rätsel.

Es ist der 3. Oktober, als ein Passant einen völlig verwahrlosten Mann in der Nähe eines irischen Pubs in Baltimore auf der Straße vorfindet. Es ist Edgar Allan Poe. Ein schnell herbeigerufener Arzt diagnostiziert lediglich, dass der Mann völlig betrunken sei.Merkwürdig an der ganzen Angelegenheit war jedoch das Äußere Poes. Er trug Kleidung, die abgetanzt und sehr billig war, ihm keinesfalls zu passen schien. Zudem wich die Kleidung zu dem ab, was der Schriftsteller üblicherweise trug. Poe wurde in ein Hospital gebracht. Dort sichte er vier Tage dahin und verstarb schließlich am Morgen des 7. Oktober 1849.

Wo ist der Totenschein?

Und es wird noch rätselhafter: Man stellte niemals einen Totenschein aus. Die Todesdiagnose lautete Gehirnstauchung und damit war die ganze Angelegenheit erledigt. Weitere Forschungen zur Todesursache gab es nicht. Was war geschehen? Man vermutete mittlerweile, dass Poe von einem Schlägertrupp geschnappt worden war. Viele der damaligen Politiker waren korrupt und engagierten Schlägertrupps, die Jagd auf Obdachlose machten. Die wurden betrunken gemacht und man schleppte sie anschließend von Wahllokal zu Wahllokal, damit sie immer wieder ihre Stimme für einen ganz bestimmten Kandidaten abgaben. Diesen Vorgang nannte man »Cooping« und zur damaligen Zeit gang und gäbe. Der irische Pub, vor dem Poe gefunden wurde, war ein derartiges Wahllokal und am 3. Oktober fanden in Baltimore tatsächlich Stadtratswahlen statt. Bleibt aber noch zu klären, warum die Schlägertrupps Poe für einen Stadtstreicher und Vagabunden hielten. Und wie kam der Dichter in die außergewöhnliche Kleidung?

Richtig berühmt und bekannt wurde Edgar Allan Poe erst nach seinem tragischen Tod. Die französischen Symbolisten um Charles Baudelaire feierten ihn dann als genialen Außenseiter. Und der berühmte Phantastik-Autor Jules Verne schrieb die Fortsetzung einer bekannten Poe-Geschichte. Und ohne Poe hätte es wahrscheinlich auch niemals Ermittler wie Sherlock Holmes & Co. gegeben.

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