Im Test: Espressomühle ECM C-Manuale 54




Im Test: Espressomühle ECM C-Manuale 54Der Weg zu einem perfekten Espresso ist lang, mühsam und verlangt einiges an Übung – und vielen gezogenen Espressi. Das wohl wichtigste Element neben einer guten Espressomaschine ist sicherlich die Anschaffung einer gescheiten Espressomühle. Meist unterschätzen Anfänger die Bedeutung einer Espressomühle. Doch sie ist sicherlich einer der maßgeblichen Schlüssel zum wundervollen Espresso-Erlebnis. Mit der C-Manuale 54 schickt ECM eine kompakte Espressomühle ins Rennen, die sich an den Anfänger bis zum Profi im Heimbereich richtet. Mal schauen, was die Kleine so drauf hat! Im Test: Espressomühle ECM C-Manuale 54.

Was macht eigentlich eine gute Espressomühle aus? Sicherlich eine sinnvolle Frage! Soll ein Espresso gelingen und in Geschmack und Crema überzeugen, ist eine sehr feine und vor allem exakte Mahlung der Kaffeebohnen notwendig. Es ist ja schließlich der Mahlgrad, der darüber entscheidet, wie viel Druck die Espressomaschine aufbaut mit der das Wasser durch den gefüllten Siebträger gepresst wird. Dabei darf die Korngröße des frisch gemahlenen Kaffees nicht größer als wenige Zehntel-Millimeter sein. Und hier kommt es dann vor allem auf die Qualität der verwendeten Mahlscheiben an, welche die Bohnen sauber und scharf scheiden müssen. Ist der Mahlgrad zu grob, rauscht das Wasser nur so durch (»Chanelling«), ist er zu fein geht gar nichts und der Espresso kommt nur tröpfchenweise aus dem Siebträger – Stichwort »Überextraktion«!

Die scharfen Mahlscheiben einer Espressomühle rotieren mit 600 bis 800 Umdrehungen pro Minute. Dabei nähern sie sich bis auf wenige zehntel Millimeter einander an. Dabei müssen sie in der Lage sein, selbst harte Bohnen zu »knacken« und dabei nicht zu verkanten. Die Achsen der Mahlscheiben müssen also exakt in der Führung laufen. Präzision ist gefragt! Zudem sollten sich die Mahlscheiben auch nicht zu schnell drehen, da sich diese ansonsten zu stark erhitzen und die Bohnen beim Mahlen verbrennen.

Im Test: Espressomühle ECM C-Manuale 54

Anlässlich der »Host 2017« in Mailand stellte ECM Heidelberg die C-Manuale 54 der Öffentlichkeit vor und erweiterte damit sein Mühlenportfolio um eine weitere Maschine. Die C-Manuale 54 ist ein sogenannter Direktmahler – Stichwort »Grind on demand« (GOD). Hierbei wird jede einzelne Portion frisch und direkt in den Siebträger hinein gemahlen. Das Prinzip hat sich in der Praxis dermaßen bewährt, dass mittlerweile immer mehr Gastronomiebetriebe von Mühlen mit Dosierer auf Grind on demand-Mühlen umstellen. Viele GOD-Mühlen verfügen über einen Timer, der den Mahlvorgang nach einer festgelegten Zeit beendet. Einen entsprechenden Timer sucht man bei der C-Manuale 54 vergebens. Macht aber nichts, denn man hat sehr schnell heraus, wie viel Gramm Espresso-Mahlgut sich im Siebträger befindet. Zur Not hilft anfangs eine Waage. Ich bin der Meinung, je weniger elektronischen Schnickschnack eine Espressomühle aufweist, desto besser!

Einmal von der Verpackung befreit hält der Anwender ein Stück massiven Edelstahl in den Händen. Das Gewicht von 5 Kilogramm in Verbindung mit den rutschfesten Gummifüßen macht ein Verrutschen beim Bezug des Mahlguts unmöglich, auch wenn man einmal etwas fester mit dem Siebträger gegen die Mühle drückt. Die C-Manuale 54 steht bombenfest! Klasse! Was sofort auffällt, ist die rote Mahlgradskala, die hervorragend mit dem polierten Edelstahlgehäuse und den Vintage-Drehreglern der ECM Mechanika V Slim korrespondiert. Auch deshalb verkauft ECM die Mühle im Bundle mit der V Slim.

Test: ECM Mechanika V Slim

Im Betrieb 

Apropos Mahlgradeinstellung: Die geht leicht von der Hand und bietet insgesamt 54 Mahlgradstufen. Einfach Mühle einschalten, den Entriegelungshebel leicht nach unten drücken und dann den gewünschten Mahlgrad einstellen. Für einen Espresso sollte man die Drehskala erst einmal auf den geringsten Mahlgrad drehen (in Uhrzeigerrichtung) und sich dann Stufe für Stufe nach oben »arbeiten«. Nach vielen Espressi-Mahlungen hat sich der Mahlgrad bei uns zwischen Stufe zwei und fünf eingependelt – je nach verwendeter Kaffeesorte. Auch nach vielen Mahlvorgängen verstellt sich an der Mühle nichts. Sehr gut!

Das Mahlwerk der C-Manuale 54 arbeitet sehr leise und streut kaum wahrnehmbar. Dies liegt vor allem an der exzellent funktionierenden Mahlgutbremse.

Technische Details und Merkmale

  • Manuelle Mahlfunktion
  • Feingerasterte (54 Stufen) Mahlgradverstellung
  • Mahlscheiben aus Edelstahl (Durchmesser 54mm)
  • Lamellen am rückwärtigen Korpus zur besseren Wärmeabgabe des Motors
  • Füllmenge Bohnenbehälter: ca. 350g
  • Motorleistung: 235 Watt
  • Breite: 110mm (120mm inkl. Schalter)
  • Tiefe: 170mm (205mm inkl. Teller)
  • Höhe: 350mm
  • Gewicht: 5kg

Fazit

Um es kurz zu machen: Optisch und technisch macht die ECM C-Manuale 54 alles richtig. Ihr schlichtes Design macht sie zum unverzichtbaren Partner an der Seite einer jeden ECM-Espressomaschine. Sie darf aber auch gerne »fremdgehen«! ECMs neueste Espressomühle macht einen hervorragenden Job – ohne jede Beanstandung oder Aussetzer. Zum Preis von ungefähr 460 Euro bekommt der ambitionierte Heimbarista eine grundsolide, schicke und sehr leistungsfähige Maschine, die keinerlei Wünsche offen lässt. Gratulation ECM!

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