Kepler-1625b: Neuer Mond außerhalb des Sonnensystems entdeckt




Kepler-1625b: Neuer Mond außerhalb des Sonnensystems entdecktDer Exoplanet Kepler-1625b macht von sich reden, und zwar in der Gestalt, dass Wissenschaftler glauben den Planeten würde ein Mond umkreisen. Der Trabant dieses Planeten soll deutlich größer sein als die Erde – etwa so groß wie der Planet Neptun unseres Sonnensystems. Kepler-1625b ist ein Exoplanet, der den rund 4.000 Lichtjahre von der Sonne entfernten Stern Kepler-1625 im Sternbild Schwan umkreist. Kepler-1625b: Neuer Mond außerhalb des Sonnensystems entdeckt.

 

Wissenschaftler entdeckten Kepler-1625b mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler im Jahre 2016, und zwar mit Hilfe der sogenannten Transitmethode. Dieses photometrische Verfahren dient zum Nachweis von Exoplaneten, also Planeten außerhalb des Sonnensystems. Mit Hilfe dieser Methode wurden bereits 80 Prozent aller bekannten Planeten entdeckt. Damit mauserte sich das Transitverfahren zur erfolgreichsten Methode, um Planeten in den Tiefen des Weltalls aufzuspüren. Dabei wird der Planet nicht direkt beobachtet, sondern nur indirekt durch Beobachtung des Helligkeitsverlaufs seines Sterns nachgewiesen.

Kepler-1625b: Neuer Mond außerhalb des Sonnensystems entdeckt
Das hypothetische Modell eines blauen Mondes, der einen Exoplaneten umkreist. Erstellt von »Frizaven« auf Basis des 3D-Space-Simulators »Celestia«. © en.wikipedia (Celestia) |Author=Frizaven on English Wiki.

Kepler-1625b: Neuer Mond außerhalb des Sonnensystems entdeckt

Der nun entdeckte Exomond sei so groß wie der Planet Neptun und damit deutlich größer als die Erde – die teilten Forscher der Columbia University mit. Das Sensationelle daran ist die Tatsache, dass Forscher zwar eine Vielzahl von Exoplaneten entdeckt haben, aber noch niemals war ein Mond dabei, der einen Exoplaneten umkreist. Alex Teachey und David Kipping untersuchten 284 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems und entdeckten dabei lediglich einen Planeten, den anscheinend ein Mond umkreist – Kepler-1625b. Dieser Exoplanet wiederum umrundet wiederum den Stern Kepler-1625. Kepler-1625 hat die ungefähre Größe unserer Sonne, soll aber sehr viel älter sein.

Der Mond hat laut Aussagen der Wissenschaftler in etwa 1,5 Prozent der Masse seines Planeten. Dies ähnelt dem Verhältnis von unserer Erde zu ihrem Mond. Man vermutet, dass der Mond gasförmig ist. Ein solcher riesiger »Gasmond« wäre grundverschieden zu dem, was man über alle rund 200 Monde unseres Sonnensystems weiß. »Wenn der Fund durch weitere ‚Hubble‘-Beobachtungen bestätigt wird, könnte er entscheidende Hinweise zur Entwicklung von Planetensystemen liefern und möglicherweise Experten die Theorien zur Entstehung von Monden bei Planeten überdenken lassen«, so Kipping gegenüber der dpa.

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