Kirchen in Deutschland 2018: Dramatischer Mitgliederschwund




Kirchen in Deutschland 2018: Dramatischer MitgliederschwundDie Kirchen in Deutschland haben mit immer weiter sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Laut des Religionssoziologen Detlef Pollack sind die Mitglieder der beiden großen Kirchen Deutschlands zunehmend überaltert. Zudem werde die Jugend »so wenig im Glauben erzogen, wie das in Deutschland in den letzten Jahrzehnten nie der Fall war«, sagte der Experte von der Universität Münster gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Kirchen in Deutschland 2018: Dramatischer Mitgliederschwund.

 

Diesen Freitag veröffentlichten die katholische und die evangelische Kirche neue Mitgliederzahlen für das Jahr 2017. Und wie zu erwarten, gehen die Mitgliederzahlen der beiden großen Kirchen erneut zurück. 2016 war die Zahl der Katholiken und Protestanten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als eine halbe Million auf 45,5 Millionen gesunken. Viele Experten glauben, dass der Mitgliederrückgang vor allem in der Tatsache begründet ist, dass die Weitergabe des Glaubens einfach nicht mehr funktioniert. Genau aus diesem Grund erleben die Kirchen im Moment einen dramatischen Mitgliederschwund, und zwar besonders in der jungen Generation.

Kirchen in Deutschland 2018: Dramatischer Mitgliederschwund

Doch kann man den dramatischen Mitgliederschwund wirklich nur auf eine fehlerhafte Weitergabe des christlichen Glaubens zurückführen? Experten sind sich weitestgehend einig, dass es vor allem gesellschaftliche Entwicklungen sind, welche die Menschen aus der Kirche »treibe«. Dazu zählen beispielsweise zunehmender Wohlstand, Individualisierung, Urbanisierung, vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Bildungsexpansion und Mobilitätszunahme. Der Mitgliederschwund trifft vor allem die evangelische Kirche.

Kirchen in Deutschland 2018: Dramatischer Mitgliederschwund

2016 haben innerhalb eines Jahres mehr als 352.000 Menschen die Kirchen bewusst verlassen. Dagegen steht eine Eintrittsquote von lediglich knapp 31.000 Menschen. Insgesamt verlor die evangelische Kirche 2016 rund 350.000 Gläubige (inkl. der Sterbefälle) und damit fast doppelt so viele Mitglieder wie die katholische Kirche (rund 180.000 Mitglieder weniger). Laut den Zahlen aus dem Jahr 2016 bekennen sich hierzulande noch knapp 23,6 Millionen Menschen zum katholischen Glauben – das sind 28,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die evangelische Kirche kommen auf gut 21,9 Millionen Mitglieder. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 26,5 Prozent. Insgesamt also gehörten stand 2016 nur noch gut 55 Prozent der Deutschen einer der beiden großen Kirchen an. Die Orthodoxen und kleinere Gemeinschaften eingerechnet, beträgt der Christenanteil an der Bevölkerung momentan 58,3 Prozent. Die Lage dürfte sich in 2017 alles in allem verschlechtert haben.

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