Kölner Sommer 2018: Die Stadt stinkt nach faulen Eiern und Kloake




Kölner Sommer 2018: Die Stadt stinkt nach faulen Eiern und KloakeDer heiße Sommer ist schuld. Derzeit stinkt es vielerorts in Köln nach faulen Eiern und Kloake. Die anhaltende Hitze- und Trockenperiode legte eine Geruchsglocke über die Millionenstadt am Rhein. Das Kölner Kanalnetz wimmelt derzeit nur so von Bakterienkulturen, da diese die Wärme lieben. Der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt und Fäulnisprozesse, bei denen unangenehm riechende Schwefelverbindungen, werden vermehrt in Gang gesetzt. Kölner Sommer 2018: Die Stadt stinkt nach faulen Eiern und Kloake.

 

Es ist der Regen, der fehlt und das Bakterienwachstum in den Kölner Abwasserkanälen stark begünstigt. »Wir haben in Köln eine sogenannte Schwemmkanalisation. Das heißt, dass Regen den Abfall in der Kanalisation weiterspült«, erklärte ein Sprecher der Kölner Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. »Und weil es derzeit nicht regnet, bewegt sich in den Kanälen nichts und der Dreck steht. Somit riecht es nach allem, was in der Toilette landet.«

Kölner Sommer 2018: Die Stadt stinkt nach faulen Eiern und Kloake

Eine Erklärung ist ebenfalls der stets zurückgehende Wasserverbrauch der Kölner Bewohner. Beim Bau bzw. der Modernisierung in den 70er- und 80er-Jahren des Kanalsystems ging man seinerzeit noch von einem Prokopf-Verbrauch von ungefähr 250 Litern aus. Heute liegt der Durchschnitt jedoch bei weniger als 123 Liter am Tag – also ungefähr die Hälfte. Zudem verbraucht auch die Industrie immer weniger Wasser. Im Sinne es Wasser- und Umweltschutzes eine gute Nachricht. Für das Kanalsystem jedoch eher ein nachteiliger Aspekt. 

Kölner Sommer 2018: Die Stadt stinkt nach faulen Eiern und Kloake

Eine Auswirkung des geringeren Wasserverbrauchs ist die dadurch resultierende geringere Fließgeschwindigkeit im immerhin 2400 Kilometer langen Kölner Kanalnetzes. Kommt dann noch wenig bis gar kein Regenwasser über Wochen oder gar Monate hinzu, bleibt die Kloake, wo sie ist, und es beginnt nach wenigen Tagen unangenehm zu stinken. Kölns Abwassernetz ist eines der größten in ganz Deutschland. Die Abwässer fließen schon im Normalfall eher behäbig Richtung Klärwerk in Köln-Stammheim, nämlich mit knapp einem Kilometer pro Stunde. Übrigens: Eine Reinigung des Kanalsystems wäre laut Aussagen der Kölner Stadtentwässerung technisch nicht möglich. Da hilf nur ein kräftiger Regenguss!

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