Lithium: Milliarden-Deal in Bolivien für deutsches Unternehmen




Man nennt es auch das »weiße Gold« – die Rede ist von Lithium. Das Alkali-Metall ist begehrter denn je, da es für die Autokonzerne und deren zukünftige Elektroauto-Pläne unabdingbar ist. Lithium ist elementarer Bestandteil der Batterien von Elektroautos, und das auf unabsehbare Zeit. Der »Salar de Uyuni« in Bolivien – ein Salzsee – beherbergt das weltweit größte Lithium-Vorkommen. Lithium: Milliarden-Deal in Bolivien für deutsches Unternehmen.

Lithium: Milliarden-Deal in Bolivien für deutsches Unternehmen
Unter dem »Salar de Uyuni« verbirgt sich das weltweit größte Lithium-Vorkommen.

Touristen, die einmal Bolivien bereist haben, dürfte der »Salar de Uyuni« ein Begriff sein. Der größte Salzsee der Erde ist ein sehenswertes Highlight des südamerikanischen Landes, welches man unbedingt gesehen haben muss. Der Anblick des Salzsees ist gigantisch und erstreckt sich, soweit das Auge reicht. Mitten im Salzsee befinden sich bunt schimmernde Lagunen, außergewöhnliche Steinformationen und meterhohe Kakteen. Und als wäre das alles nicht schon pittoresk genug, runden unzählige Flamingos die Szenerie ab. Der wirkliche Schatz jedoch liegt unterhalb des Salzsees. Lithium!

Lithium: Milliarden-Deal in Bolivien für deutsches Unternehmen

Der bolivianische Präsident Evo Morales bringt es auf den Punkt: »Lithium ist das neue Erdgas« – und damit hat er völlig recht. Denn, Lithium wird für die Batterien von Elektroautos benötigt, und zwar derzeit alternativlos. Bolivien möchte nun den Lithium-Schatz heben und für ausländische Investoren zugänglich machen. Die Sache ist nicht ganz unproblematisch, da man natürlich auch die Natur nicht zerstören möchte – ein Spagat, der nur schwer durchführbar sein wird, wie Umweltschützer befürchten. Ziel der linken Regierung Boliviens ist es, dass der Tourismus nicht vom Lithium-Abbau betroffen sein soll. So sollen beispielsweise lediglich 0,4 Prozent des riesigen Salzsees industriell ausgebeutet werden. Das entspricht einer Fläche von ungefähr 40 Quadratkilometern. »ACI Systems Alemania« aus Baden-Württemberg und das bolivianische Staatsunternehmen »Yacimientos de Litio Bolivianos« (YLB) werden eine Gemeinschaftsfirma gründen und ab 2021 jährlich 40.000 bis 50.000 Tonnen Lithiumhydroxid über nächsten 70 Jahre abbauen.

Das Geschäft lohnt sich

»Durch das Joint Venture sichert sich Deutschland erstmals nach Jahrzehnten wieder den direkten Zugriff auf wichtige, nicht-heimische Rohstoffe«, sagt ACISA-Chef Wolfgang Schmutz. »Dies ist insbesondere für die deutsche Automobilindustrie von Bedeutung.« Dank der Dieselkrise muss die deutsche Automobilindustrie neue Wege beschreiten und massiv in die Entwicklung und den Bau von Elektrofahrzeugen investieren. Beispiel VW: Das Unternehmen plant rund 44 Milliarden Euro für Zukunftstechnologien auszugeben; Audi plant mit 14 Milliarden Euro für die Entwicklung von Elektroautos, Digitalisierung und autonomes Fahren. Und Elektromobilität ist ohne Lithium kaum denkbar. Das merkt man mittlerweile auch am Preis für pro Tonne für Lithium. Der hat sich seit 2016 auf zeitweise weit über 13.000 US-Dollar pro Tonne verdoppelt.

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