Neue Studie: Jugendliche wollen Datenschutz in Social Media, dafür aber nicht zahlen




Neue Studie: Jugendliche wollen Datenschutz in Social Media, dafür aber nicht zahlenRund neun von zehn Jugendlichen nutzen täglich soziale Online-Dienste und geben dadurch persönliche Daten preis. Die Mehrheit findet es dabei gar nicht gut, wenn soziale Dienste Daten an Anbieter von Werbung zur Auswertung weitergeben. Viele wünschen sich einen besseren Datenschutz – nur bezahlen wollen sie dafür kaum, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer neuen Studie. Und: Trotz diverser Datenschutzbedenken möchte man auf die Nutzung von WhatsApp und Co. verzichten. Neue Studie: Jugendliche wollen Datenschutz in Social Media, dafür aber nicht zahlen!

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ergab, dass rund 73 Prozent der jugendlichen Nutzer von Whatsapp & Co. gegen eine Weitergabe ihrer persönlichen Daten an Drittunternehmen sind. Die repräsentative Umfrage fand unter 3.000 Schülern zwischen 14 und 21 Jahren statt. In der angesprochenen Zielgruppe nutzen rund 86 Prozent soziale Online-Dienste und da vor allem WhatsApp. Knappe 87 Prozent kommunizieren laut Studie täglich mehrfach über die Facebook-Tochter. An zweiter Stelle kommt mit 54 Prozent Snapchat. Jeder zweite nutzt die zu Google gehörende Videoplattform. Weit abgeschlagen sind bei den Jugendlichen die sozialen Dinosaurier wie etwa Facebook oder Google+. Hier tummeln sich lediglich 17 Prozent der Befragten. 

Neue Studie: Jugendliche wollen Datenschutz in Social Media, dafür aber nicht zahlen

Es ist auch bei der befragten schon lange kein Geheimnis mehr – fast alle Social-Media-Anbieter finanzieren sich über Werbeeinnahmen. Dafür nutzen diese ihr Wissen über die Anwender auf Basis persönlicher Daten und Vorlieben. »Bei vielen sozialen Netzwerken steigt der wirtschaftliche Nutzen mit der Menge der Daten«, erklärt IW-Digitalisierungsexpertin Barbara Engels – und das sehen viele Jugendliche durchaus kritisch. Rund 73 Prozent finden es nicht gut, wenn persönliche Daten von den Anbietern gespeichert und an Dritte weitergegeben werden.

Neue Studie: Jugendliche wollen Datenschutz in Social Media, dafür aber nicht zahlen

Erstaunlich: Das Bewusstsein der Jugendlichen für Datenschutz führt bei den meisten jedoch nicht dazu, dass sie bereit wären, für mehr Schutz auch zu zahlen. Gut die Hälfte der befragten Schüler gibt an, kein Geld dafür ausgeben zu wollen. 16 Prozent würden höchstens fünf Euro pro Monat zahlen, nur 3 Prozent mehr als 30 Euro. Dass die kritische Haltung zum Datenschutz nicht zum Verzicht auf die Online-Dienste führt, erklärt die IW-Wissenschaftlerin unter anderem mit sogenannten Netzwerk-Effekten: Je mehr Menschen im direkten Umfeld einen Dienst nutzen, desto wahrscheinlicher ist die eigene Nutzung – unabhängig von den Bedenken. »Wunsch und Handeln stehen beim Datenschutz in einem klaren Gegensatz. Für die meisten heißt es: Digital first, privacy second«, sagt Engels.

Die Studie finden Sie zum Download auf der Homepage des Instituts der deutschen Wirtschaft.

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