Neue Untersuchung: Turiner Grabtuch doch als Fälschung entlarvt!?




Neue Untersuchung: Turiner Grabtuch doch als Fälschung entlarvtViele Christen verehren das Turiner Grabtuch als die Reliquie schlechthin. Das schlichte Leinentuch zeigt den Schattenriss eines Mannes, der die typischen Wunden eines Gekreuzigten andeutet. Bis heute ist es für Christen weltweit das Totentuch Jesus Christus. Die Untersuchung des Forensikers Matteo Borrini und des Chemikers Luigi Garlaschelli beweisen nun, dass das Tuch nicht von Jesus Christus sein kann. Neue Untersuchung: Turiner Grabtuch doch als Fälschung entlarvt!?

 

Letzte Woche veröffentlichten Matteo Borrini und Luigi Garlaschelli im »Journal of Forensic Sciences« eine Studie, nach der die Blutspuren auf der Vorder- und Rückseite des Tuches diverse Ungereimtheiten aufweisen. Selbst der Blutfleck auf der Rückseite des Abbilds, der von einem Lanzenstich in die Seite des Gekreuzigten herrühren soll, sei »völlig unrealistisch«.

Neue Untersuchung: Turiner Grabtuch doch eine Fälschung!?

Borrini und Garlaschelli haben diverse Experimente durchgeführt, die ihre Zweifel begründen. Die Experimente dienten dazu, den Verlauf der Blutspuren auf dem Grabtuch zu simulieren. Die beiden Wissenschaftler benutzten für ihre Experimente eine Puppe sowie die Dienste eines Freiwilligen, um die Blutflüsse aus Jesus Wunden nachzustellen. Man konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf die Wunden der linken Hand, den Unterarmen, nahe der Hüfte sowie aus einer Wunde in der Lende. Diese Wunde soll ein Lanzenstich eines römischen Legionärs verursacht haben. Der Freiwillige menschliche Versuchs-Dummy musste sich in unterschiedliche Positionen begeben. Dann ließen die Forscher menschliches Blut über kleine Röhrchen von seinem Körper laufen, und zwar genau an jenen stellen, an denen Jesus verletzt war. Der anschließende Mustervergleich mit dem Turiner Grabtuch war ernüchternd. Es passte einfach nicht!

Einspruch!

Es dauerte nicht sehr lange, bis sich das »Turiner Zentrum für die Erforschung des Grabtuchs« in Person des Vizedirektors Di Lazzaro zu Wort meldete und heftige Kritik am Versuchsaufbau der beiden Forscher übte. Er kritisierte, dass Borrini und Garlaschelli für die Versuche Blut mit einem gerinnungshemmenden Zusatz verwendet haben. Dieses sei natürlich sehr viel dünnflüssiger als das Blut eines Mannes wie Jesus Christus, der stark dehydriert am Kreuz hing. Zudem bemangelte er, dass weder die Stärke der Blutung, Schweiß, Schwellungen noch Schmutz auf der Haut in Betracht gezogen worden seien. 

Das Tuch, eine Fälschung?

Jesus Grabtuch wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt und wurde seitdem nur sehr selten der Öffentlichkeit zur Schau gestellt. Kritiker halten das Tuch für eine geschickt gemachte Fälschung des Mittelalters. Erstaunlicherweise hat die Katholische Kirche bisher nicht ein einziges Mal Stellung zum Turiner Grabtuch bezogen. Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler die Echtheit des Turiner Grabtuches anzweifeln. Eine Radiokarbon-Datierung hatte bereits im Jahre 1988 ergeben, dass das Tuch aus dem Zeitraum zwischen 1260 und 1390 stammt – eindeutig zu spät für die Kreuzigung Jesus Christus. Die Gegenpartei behauptete damals, dass die Probe kontaminiert war und deshalb keine exakten Ergebnisse liefern konnte.

Und noch mehr Geschichten auf LAMUNDUS:

Die Todespfeife der Azteken

Zecken-Plage 2018 – Wissenschaftler schlagen Alarm

Rätselhaft: Mysteriöser schwarzer Sarkophag in Alexandria (Ägypten) entdeckt

Todesursache Luftverschmutzung: Mehr als 4,5 Millionen Tote weltweit

Die vergessenen Betonpfeile des »Selbstmörder-Clubs«

Ikea im Weltraum: NASA und Ikea entwerfen Weltraum-Kollektion »Rumtid«

Belgien: »Wunderkind« Laurent macht mit acht Jahren Abitur

Hat Ihnen die Geschichte gefallen? Dann teilen Sie diese doch mit Ihren Freunden. Sie haben Anregungen zum Thema? Wunderbar! Dann nichts wie los und kommentieren Sie, was das Zeug hält!




2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.