New Jersey: Edisons Fertighäuser aus Beton




Thomas Alva Edision ist bekannt für seine Erfindungen in den Bereichen des elektrischen Lichts, der Telekommunikation sowie Medien für Bild und Ton. Der geniale Erfinder und Tüftler hatte maßgeblichen Einfluss auf die kulturelle und technische Entwicklung der USA und der westlichen Welt. Die Einführung des elektrischen Lichts ist wohl Edisons wichtigste Erfindung – sie veränderte das Leben aller Menschen und gilt als epochale Entwicklung. Was viele Menschen jedoch nicht wissen, ist die Tatsache, dass Edison auch im Bereich der Architektur tätig war. Er plante und baute Fertighäuser aus Beton. New Jersey: Edisons Fertighäuser aus Beton.  

1908 meldete der amerikanische Erfinder ein Patent für den Bau von Gebäuden auf Basis eines einzigen Betoniervorgangs an – Fertighäuser aus Beton. Es war nicht unbedingt eine Sternstunde Edisons, die Idee jedoch war ihrer Zeit Lichtjahre voraus. Einige der von Edison gebauten Fertighäuser aus Beton stehen noch heute.

New Jersey: Edisons Fertighäuser aus Beton

Edison gründete 1899 die »Portland Cement Company«. Das Unternehmen war nicht gerade vom Glück verfolgt und musste lange mit der geringen Qualität des hergestellten Betons kämpfen. Das Unternehmen ging 1922 pleite und schloss seine Pforten. Man könnte die ganze Geschichte sehr schnell wieder vergessen, wäre da nicht eine Idee, die Edison in dieser Zeit in die Tat umsetzte – Fertighäuser aus Beton. Die Idee wurde 1917 patentiert, und zwar mit folgender Intention Edisons: »Das Ziel meiner Erfindung ist es, ein Gebäude aus einer Zementmischung durch einen einzigen Formvorgang zu bauen, wobei alle seine Teile, einschließlich der Seiten, Dächer, Trennwände, Badewannen, Böden usw., aus einer integralen Masse einer Zementmischung gebildet werden.«

Edisons Fertighäuser aus Beton. © Wikimedia Commons

1.200 Dollar pro Haus

Edison wollte preiswerte Häuser bauen, die sich auch der durchschnittlich verdienende Amerikaner kaufen konnte. Die neue Art von Haus sollte verschiedene Vorteile haben: feuerfest, insektendicht, leicht zu reinigen und zu einem sehr erschwinglichen Preis von 1.200 Dollar pro Haus. Es war Edisons Lösung den innerstädtischen Wohnungsmangel zu beseitigen, um Menschen den Umzug aus Slums in billige neue Wohngebiete mit Betonhäusern zu ermöglichen. So einfach das alles in der Theorie klang, in der Praxis musste ein entsprechender Bauunternehmer erst einmal eine Ausrüstung im Wert von 175.000 Dollar kaufen, um Fertighäuser aus Beton zu gießen. Jedes Haus benötigte eine Form, die aus etwa 2.300 Stücken bestand. Edison hatte auch mit Vorurteilen gegenüber seinen Beton-Fertighäusern zu kämpfen. Es gab Image-Probleme. Die Häuser galten vielen Menschen immer als Notunterkunft für Slum-Bewohner. Und das, obwohl Edison immer wieder beteuerte wie toll und innovativ seine Fertighäuser waren. Trotz des allgemeinen Desinteresses baute das Unternehmen in der Nähe von New Jersey einige Betonhäuser, von denen einige noch stehen. Edison war vom Beton besessen: Neben den Fertighäusern plante er Produkte – angefangen bei Betonphonographenschränken über Betonklaviere bis hin zu Betonschlafzimmern. Vergebens – Beton traf einfach nicht das Lebensgefühl der Generation. Die Edison Portland Cement Company verlor Millionen Dollar und Edisons Beton-Pläne lösten sich in Luft auf.

© Wikimedia Commons

Das könnte Sie auch interessieren:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen Sie diesen doch mit Ihren Freunden. Sie haben Anregungen zum Thema? Wunderbar! Dann nichts wie los und kommentieren Sie, was das Zeug hält!




Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.