Niedrigwasser 2018: Bund gibt Teil der strategischen Ölreserve frei




Niedrigwasser 2018: Bund gibt Teil der strategischen Ölreserve freiLaut Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt der Bund einen Teil der strategischen Ölreserven frei. Dabei handelt es sich um insgesamt 270.000 Tonnen. Grund hierfür sind die niedrigen Pegelstände deutscher Flüsse. Tankschiffe können derzeit nur noch einen Teil der sonst üblichen Menge laden. Deswegen sei die Verbindung zwischen dem Ölzentrum in Rotterdam und dem Südwesten Deutschlands beeinträchtigt. Niedrigwasser 2018: Bund gibt Teil der strategischen Ölreserve frei.

 

Das Wirtschaftsministerium veröffentliche die entsprechende Verordnung Donnerstag dieser Woche. Mit diesem Schritt sollen Engpässe in den Bundesländern gemildert und abgefangen werden. Seit vielen Wochen führen die größten deutschen Wasserstraßen Niedrigwasser, weswegen die Tankschiffe nur noch den Bruchteil der sonst üblichen Ladungen transportieren können. Zuletzt wurde die strategische Reserve beim Hurrikan Katrina in den USA 2005 oder während der Libyen-Krise 2011 angezapft. 

Niedrigwasser 2018: Bund gibt Teil der strategischen Ölreserve frei

Die Erlaubnis ist der Bekanntmachung zufolge beschränkt auf Vorratslager für Diesel und Benzin im Regierungsbezirk Köln, in den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, im Regierungsbezirk Unterfranken sowie auf Treibstoff für Flugzeuge in bestimmten Vorratslagern in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Speyer in Rheinland-Pfalz. Per Gesetz sieht das Gesetz eine Reserve vor, um im Krisenfall Lieferengpässe bei der Produktion von Heizöl und Kraftstoffen zu kompensieren. Die Umsetzung der Verordnung regelt der Erdölbevorratungsverband (EBV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das Wirtschaftsministerium darf die Vorräte freigeben, um Störungen in der Energieversorgung zu verhindern oder zu beheben.

Niedrigwasser 2018: Bund gibt Teil der strategischen Ölreserve frei

Bei den trockenheitsbedingten niedrigen Wasserständen auf dem Rhein ist die Schifffahrt, die einen erheblichen Anteil am Transportaufkommen bei Mineralölen hat, stark eingeschränkt. Um die dadurch entstehenden Versorgungslücken zu schließen, wurden 70.000 Tonnen Benzin, 150.000 Tonnen Dieselkraftstoff und rund 56.000 Tonnen Kerosin freigegeben. Die Freigabe erstreckt sich räumlich auf Tanklager im Regierungsbezirk Köln (Land Nordrhein-Westfalen), in den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie im Regierungsbezirk Unterfranken (Freistaat Bayern).

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