Rosario Bonafede und die Kunst des Kaffeeröstens




Rosario Bonafede und die Kunst des KaffeeröstensDer Mann hat eine Mission, der er mit viel Leidenschaft und Engagement seit nunmehr vierzehn Jahren nachgeht. Rosario Bonafede möchte laut eigenen Aussagen »die Welt von schlechtem Kaffee befreien«. Der Pfälzer Kaffeeröster mit italienischen Wurzeln scheint den Kreuzzug gegen nicht genießbaren Kaffee gewonnen zu haben. Im Jahre 2016 wurde der 43-Jährige mit dem Prädikat »Röster des Jahres« ausgezeichnet. Grund genug, einmal einen genaueren Blick auf Herrn Bonafede, seine Rösterei und Philosophie zu werfen. Rosario Bonafede und die Kunst des Kaffeeröstens!

Die Geschichte beginnt 1998 im beschaulichen Frankenthal, als der junge Rosario Bonafede mit sehr viel Enthusiasmus und Engagement sich auf das Abenteuer Eiscafé einließ. Und schon damals stand für den jungen Barista fest, dass er dem Kaffee seine gesamte Leidenschaft zukünftig widmen wollte. »Als Pionier in Sachen Espresso, perfektem Milchschaum und Latte Art standen die Qualität und die Kundenzufriedenheit für mich immer an oberster Stelle. Das hieß – das beste Eis, den besten Espresso und den besten Cappuccino mit viel Liebe und Leidenschaft anzubieten. Dabei war es eine Selbstverständlichkeit hochwertige Produkte einzusetzen. Sparen durch geringen Wareneinsatz oder an der Qualität der Rohstoffe gehörte nie zu meiner Philosophie«, erklärt der gebürtige Ludwigshafener zu dem, was ihn damals wie auch heute antreibt. 

Rosario Bonafede und die Kunst des Kaffeeröstens

Schnell merkte Rosario Bonafede, dass seine Leidenschaft vor allem der Kaffeebohne galt. Es wurde Zeit, sich mit der Thematik des Kaffeeröstens auseinanderzusetzen, und zwar auf professioneller Ebene. Im Jahr 2005 wurde die erste Röstmaschine in einer Garage installiert – das Abenteuer konnte beginnen. Rosario Bonafede hatte sich viel auf die Fahnen geschrieben: Nichts weniger als der perfekte Espresso in bester Qualität und schonend langsam geröstet sollte die Röstmaschine verlassen. Soviel zur Theorie. Schnell stellte der ambitionierte Kaffeeröster fest, dass es nicht einfach war, dieses hehre Ziel zu erreichen. Nach sechs unzufriedenen Jahren des Röstens und insgesamt drei Röstmaschinen hatte er immer nicht den Espresso schlechthin gefunden, der den hohen Anspruch befriedigt hätte. Also nahm Bonafede das Schicksal bzw. Werkzeug selbst in die Hand und versuchte es mit einer kleinen selbstgebauten Rösttrommel. Ziel war es vor allem herauszufinden, welches Verhalten die Rohbohnen in der Trommel an den Tag legen müssen, um schließlich zum perfekten Espresso zu werden. Bonafede tüftelte wochenlang, die Rösttrommel neu zu gestalten. Das alles kostete Zeit, Geld und sehr viel Nerven.

Rosario Bonafede und die Kunst des Kaffeeröstens

»Ein Freund und ich haben wochenlang die Rösttrommel neu gestaltet, auseinander geflext und wieder zusammengeschweißt – dies immer und immer wieder. Zu dieser Zeit war ich äußerst verärgert und frustriert, doch im Nachhinein weiß ich, dass ich in dieser Zeit am meisten über die Einflussfaktoren von der Drehgeschwindigkeit der Trommel, der Luftzufuhr, der Schaufelanordnung und der Oberfläche der Trommel auf das Röstergebnis lernte. Am Ende hatten wir unsere eigene Röstmaschine gebaut und sehr viel Röst-Know-how gewonnen«, so Bonafede dazu.

Rosario Bonafede und die Kunst des Kaffeeröstens

All die Tüftelei und Optimierung des Röstprozesses lohnte sich letztendlich. Man sammelte wertvolle Erfahrungen, die schließlich in die Modifikation einer neu gekauften Röstmaschine einflossen. Und tatsächlich, mit Röstmaschine Nummer vier und den Änderungen daran kam endlich der Durchbruch – ein Espresso in bester Qualität. 2011 eröffnete Bonafede seine erste »gläserne« Rösterei in Hockenheim, in der die Freunde der Kaffeebohne den Röstprozess von A bis Z mit verfolgen konnten. Bonafede zu seinem damals revolutionären Konzept: »Mit diesem Konzept der Transparenz, Erlebnis und Frische konnte ich zahlreiche Kaffeefreunde für uns gewinnen und die Zahl der Kunden stieg und auch das Team wuchs.«

Es hat sich gelohnt

2016 waren Bonafede und seine Mitstreiter am Ziel ihrer Wünsche. Man erhielt die Auszeichnung »Röster des Jahres 2016« vom renommierten Crema Magazin. »Die Auszeichnung zum Röster des Jahres hat uns unendlich gefreut, gleichzeitig aber auch angespornt weiterzumachen, um die Welt von schlechtem Kaffee zu befreien. Das war und ist unser Ziel. Es ist das Größte für uns, glückliche Menschen aus der Rösterei gehen zu sehen, mit dem Wissen, dass diese einen genussvollen Moment und einen leckeren Kaffee genießen konnten.« 

Eine einzigartige Auswahl an Kaffee- und Espressosorten

Betritt man die Rösterei, so fällt sofort die imponierend Reihe von 18 Kaffeemühlen auf, die nebeneinander auf der Bar stehen. Den Rohkaffee kauft Bonafede möglichst direkt ein und nicht über die Börse, wie es so viele seiner Kollegen tun. Er pflegt den direkten Kontakt zu den Kaffeebauern vor Ort. Nur so kann er die gleichbleibende Qualität des Kaffees garantieren. Zudem werden die Kaffeebauern dadurch viel besser bezahlt und sind nicht den Preisschwankungen der Börse unterworfen. Insgesamt sind es 30 Kaffee- und Espresso-Sorten, welche die Privatrösterei im Verkauf hat. Davon befinden sich stets 18 Sorten im Ausschank – manche ständig, andere wiederum nur kurz je nach Erntesaison und Verfügbarkeit.

Kontaktdaten

Bonafede Privatrösterei
Inhaber: Rosario Bonafede
Gleisstraße 2
68766 Hockenheim-Talhaus

Tel.: 06205 / 23 28 604
E-Mail: info@bonafede.de

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