Syphilis: Pharmarunternehmen wegen Menschenversuchen vor Gericht




Der amerikanische Pharmariese »Bristol-Myers Squibb«, die »Johns Hopkins Universität« sowie die »Rockefeller Stiftung« müssen sich wegen Menschenversuchen in Guatemala der 40er und 50er Jahren verantworten. Theodore Chuang, seines Zeichens amerikanischer Bundesrichter, wies die Forderung der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens zurück. Das Pharmaunternehmen infizierte damals absichtlich Hunderte Menschen mit Syphilis. Syphilis: Pharmarunternehmen wegen Menschenversuchen vor Gericht.

Syphilis: Pharmarunternehmen wegen Menschenversuchen vor Gericht

In den 40er und 50er Jahren infizierte das amerikanische Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb in Guatemala hunderte Menschen absichtlich mit der Geschlechtskrankheit Syphilis. Man wollte schlichtweg herausfinden, ob Penicillin gegen sexuell übertragbare Krankheiten wirkt. Bereits 2015 hatten 774 Opfer bzw. Angehörige der Verstorbenen Klage gegen den Pharmariesen eingereicht. Laut Aussagen der Betroffenen seien die Versuche ohne ihr Wissen bzw. Einverständnis erfolgt. Die Kläger fordern eine Milliarde US-Dollar Entschädigung.

Syphilis: Pharmarunternehmen wegen Menschenversuchen vor Gericht

Ins Rollen gebracht hatte die ungeheure Affäre um die Menschenversuche die Professorin Susan Reverby vom Wellesley College in den USA. Sie deckte den Skandal auf, als die Professorin Notizen von John Charles Cutler fand. Cutler war ein weltweiter Spezialist für Geschlechtskrankheiten, der 2003 verstorben war. Der Mediziner hatte die Versuchsreihen im Auftrag des Pharmaunternehmens geleitet. Das Team um Cutler nahm die Tests in Guatemala an Soldaten, psychisch Kranken, Prostituierten und verurteilten Straftätern vor. Bereits 2010 entschuldigte sich der frühere amerikanische Präsident Barack Obama für die Experimente. Hillary Clinton bezeichnete die Versuche als »unethisch« und »verwerflich«.

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