Tag des Bieres 2018: Kurioses und Wissenswertes rund ums Bier




Tag des Bieres 2018: Kurioses und Wissenswertes rund ums BierDer 3. August 2018 gehört dem Lieblingsgetränk der Deutschen – dem Bier. An diesem Datum feiert man nämlich den »Tag des Bieres«. Grund genug einmal Wissenswertes und Kurioses zum Thema Bier zusammenzustellen. Denn: Bier ist so sehr viel mehr, als nur ein Getränk aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Tag des Bieres 2018: Kurioses und Wissenswertes rund ums Bier. 

 

Zuerst einmal die traurige Nachricht: Der Bierumsatz in Deutschland bricht weiterhin massiv ein. In 2017 wurde insgesamt ein Viertel weniger Bier getrunken als noch kurz vor der Wiedervereinigung im Jahre 1989. Letztes Jahr setzten die deutschen Bierbrauer so wenig Bier ab wie noch niemals zuvor. Nach drei vergleichsweise stabilen Jahren sackte der Gesamtabsatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 93,5 Millionen Hektoliter ab – so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch der Export des Bieres außerhalb der EU und nach Übersee ging stark zurück. Insgesamt verbuchten die Bierbrauer hier ein Minus von 4,1 Prozent. Und woran liegt der inländische Rückgang des Bierkonsums? Experten geben der demographischen Entwicklung die Schuld. Ältere Menschen trinken statistisch gesehen weniger Bier als jüngeren Menschen. Zudem kam der verregnete Sommer 2017 mit reichlich schattigen Temperaturen hinzu. Ach ja, die verlorene Fußballweltmeisterschaft darf man an dieser Stelle auch nicht vergessen. Nach Einschätzung der Veltins-Brauerei kann eine gute WM rund eine Million Hektoliter zusätzlichen Absatz bringen, ein gutes Prozent der gesamten Absatzmenge.

Tag des Bieres 2018: Kurioses und Wissenswertes rund ums Bier

So, genug der negativen Worte. Wie entsteht eigentlich Bier? Der Deutsche Brauer-Bund e.V. beschreibt den Brauprozess auf seiner Webseite wie folgt: »Das Malz wird aus Getreide, meist Gerste, hergestellt. Es wird in einem Malzsilo gelagert und geschrotet. Das Malzschrot wird zusammen mit Wasser zur sogenannten Maische vermischt und erhitzt. Durch die Erhitzung werden Enzyme freigesetzt, die die Malzstärke in Malzzucker umwandeln. Im Läuterbottich werden anschließend die festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit getrennt, sie wird geläutert. Die Würze, die aus dem Läuterbottich abfließt, gelangt wiederum in die Würzpfanne. Dort wird der Hopfen hinzugegeben. Dieser Sud wird gekocht. Je mehr Hopfen hinzubegeben wird, desto bitterer und herber schmeckt am Ende das Bier. Anschließend werden noch sogenannte verbleibende Trübstoffe aus der Lösung entfernt, bevor die Mischung heruntergekühlt und die Hefe hinzugefügt wird. Dann beginnt die Gärung. Die Hauptgärung dauert etwa eine Woche. Danach gärt das Bier noch einige Woche in einem Lagertank nach, bevor es abgefüllt wird.«

Tag des Bieres 2018: Kurioses und Wissenswertes rund ums Bier

Das Reinheitsgebot

Das deutsche Reinheitsgebot definiert, dass Bier lediglich aus den Zutaten Malz, Hopfen, Hefe und Wasser bestehen darf. Es ist ein »Gesetz«, das auf eine Verordnung aus dem Jahre 1516 der Brüder Herzog Wilhelm IV und Ludwig X zurückgeht – beide damals regierende Persönlichkeiten. Und die Verordnung tat auch Not. Zu damaligen Zeiten enthielt Bier noch derlei Dinge, wie beispielsweise Kümmel, Salz, Ochsengalle oder Fischblasen. Bier war seinerzeit ein Gesöff, das einem den Magen umdrehte und sehr weit weg von Genuss war. Der Erlass diente hauptsächlich dem Zweck, dass Roggen und Weizen nicht zur Bierherstellung benutzt werden sollten. Diese wertvollen Getreidearten wollte man lieber dem Brot vorbehalten.

Noch ein wenig Wissenswertes zum Thema Bier

Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland 1.429 Brauereien, die im Jahre 2017 knapp 85 Millionen Hektoliter Bier brauten. Im Freistaat Bayern gibt es 642 Brauereien – mehr als irgendwo sonst in der Bundesrepublik. Gefolgt von Baden-Württemberg mit 204 und Nordrhein-Westfalen mit 104 Brauereien. Deutsche Bierbrauer exportierten 2017 rund 1,6 Milliarden Liter Bier im Gesamtwert von 1,1 Milliarden Euro. Die wichtigsten Importnationen waren dabei Italien, China und die Niederlande. Den höchsten Pro-Kopf-Vebrauch an Bier in Europa hat Tschechien, gefolgt von Deutschland und Österreich. Das stärkste Bier ist der bayerische »Schorschbock« mit einem Alkoholanteil von 57 Prozent. Ach ja, »Cenosillicaphobie« ist übrigens die Angst vor leeren Gläsern.

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