Thomas Adams: Kaugummi-Erfinder wird 200 Jahre alt

Vor 200 Jahren wurde der Erfinder des Kaugummis Thomas Adams in New York geboren




Man mag es kaum glauben, aber der Kaugummi ist älter als man denkt. Sein Erfinder Thomas Adams feiert dieser Tage seinen 200-sten Geburtstag. Adams hat sicherlich nicht geglaubt, dass seine Erfindung einmal den Erdball regelrecht überfluten würde. Laut dem Kaugummi-Verband e.V. stiegen die Umsatzzahlen 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 3%. Mit einem Umsatzvolumen von schätzungsweise 620 Millionen Euro ist dies ein neuer Rekord. Experten des Verbandes führen dies auf vor allem auf die steigende Beliebtheit von zuckerfreien Kaugummisorten zurück. Deren Zusatznutzen wie z.B. die Senkung des Kariesrisikos erkennen mittlerweile immer mehr Kunden. Thomas Adams: Kaugummi-Erfinder wird 200 Jahre alt.

Zuerst hatte Thomas Adams mit Kaugummi so gar nichts am Hut. 1818 arbeitete der junge Mann als wenig erfolgreicher Unternehmer, der zwar sehr innovativ und umtriebig war, jedoch keinerlei finanziellen bzw. unternehmerischen Erfolg vorweisen konnte. Er handelte unter anderem mit Glas und versuchte sich als Fotograf. Ohne Erfolg. Doch dann kam es zu einer schicksalhaften Begegnung. Auf Staten Island bei New York begegnete Adams dem im Exil lebenden mexikanischen General und Präsidenten Antonio Lopez de Santa Anna. Und irgendwie kamen die beiden auf den »Naturlatex Chicle« des Breiapfelbaums zu sprechen. Adams war sofort Feuer und Flamme von dem wundersamen Stoff und erwarb Großteil des Chicle-Vorrats von Santa Anna. Sofort begann er damit zu experimentieren. Leider waren auch diese Experimente nicht von Erfolg gekrönt. Es ließen sich einfach keinerlei Gummi-Produkte, wie Reifen, Schuhe oder Spielzeug herstellen. Die Konsistenz des Gummis war einfach viel zu weich. Adams gab auf und wollte den Rest seines Naturlatex-Vorrates im East River entsorgen.

Thomas Adams: Kaugummi-Erfinder wird 200 Jahre alt

Doch dazu kam es nicht. Angeblich sah Adams in einem Drogerieladen ein Mädchen, wie es sich einen Kaugummi aus Paraffinwachs kaufte und dafür einen Penny zahlte. Die zündende Idee schlug ein wie eine Bombe. Adams reiste sofort nach Mexiko und erfuhr dort, dass man Chicle auch kauen konnte. Eine Idee wurde geboren. Wieder daheim formte der Tüftler 1859 aus dem Chicle-Latex Kugel und bot sie kurzerhand zum Verkauf an. Zudem investierte Adams sein gesamtes Vermögen in eine Kaugummi-Produktion, die Streifen aus Chicle formte. Die wurden farbenfroh verpackt und ebenfalls als Kaugummi verkauft. Die Streifen entwickelten sich zu einem regelrechten Renner.

Thomas Adams: Kaugummi-Erfinder wird 200 Jahre alt

Die New Yorker stürmten die Geschäfte und waren ganz wild auf Adams Kaugummistreifen. Der geschmacksneutrale »Adams’ New York Gum No. 1« wurde massenweise für einen Penny verkauft. Adams meldete ein Patent zur maschinellen Fertigung von Kaugummistreifen an, es wurde erteilt und schon bald entstand die erste Kaugummifabrik der Welt. Die Maschine zur Produktion entwickelte Adams übrigens selbst. Sein Bestseller war der »Black Jack« – ein Lakritz-Kaugummi, der sich über 100 Jahre sehr erfolgreich weltweit verkaufte. Bereits im Jahre 1888 wurden in der New Yorker-U-Bahn erste Kaugummiautomaten aufgestellt, in denen die fruchtige Kaugummisorte »Tutti Frutti« verkauft wurde. Nur elf Jahre später kam es zur Bildung der »American Chicle Company«, deren Vorstandsvorsitzender Adams wurde. Eine amerikanische Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch.

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