Trotz Lehrermangels: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien




Trotz Lehrermangels: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die SommerferienTrotz bundesweiten Lehrermangels gibt es eine Praxis, an der viele Bundesländer nach wie vor festhalten: Lehrer mit befristeten Arbeitsverträgen werden in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Trotz Lehrermangels: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien.

 

Unvorstellbar, aber gängige Praxis trotz bundesweiten akuten Lehrermangels: Sobald die Sommerferien vor der Tür stehen, werden Lehrer mit befristeten Arbeitsverträgen gekündigt und somit arbeitslos in die Sommerferien entlassen. Unvorstellbar.

Trotz Lehrermangels: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Kultusministerien der Länder ergab, dass dies auch 2018 wieder gängige Praxis ist. Dabei traf es vor allem Vertretungslehrer im Angestelltenverhältnis. Beispiel Baden-Württemberg: Nach Angaben des Kultusministeriums betrifft es in diesem Bundesland allein 3300 Lehrer, deren Arbeitsvertrag spätestens mit dem Beginn der diesjährigen Sommerferien endet. Und warum das Ganze? Wie immer dreht es sich wieder um das liebe Geld. Eine Beschäftigung und Bezahlung der Vertretungslehrer über die Sommerferien hinweg würde das Land ungefähr 12,5 Millionen Euro kosten.

Trotz Lehrermangels: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien

Und bundesweit?

Auch bundesweit ist dieser Trend 2018 wieder zu verzeichnen. Laut der Bundesagentur für Arbeit meldeten sich in den Sommerferien 2017 rund 4900 Lehrkräfte arbeitslos – Tendenz für 2018 steigend. Der Bereicht der Bundesagentur für Arbeit erwähnt, »dass die Zahl arbeitsloser Lehrkräfte regelmäßig in den Sommerferien stark ansteigt. Nach den Sommerferien geht die Arbeitslosenzahl wieder zurück«.

Der Deutsche Lehrerverband bezeichnet diese Vorgehensweise als skandalös. Dazu Heinz-Peter Meidunger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, der mindestens 50 000 neue Planstellen fordert: »Ich halte es für skandalös, dass sich trotz Lehrermangel und massivem Unterrichtsausfall viele Bundesländer weigern, befristete Verträge in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln«, äußerte er gegenüber der »Bild«-Zeitung«. »Junge motivierte Lehrkräfte werden damit als beliebig verschiebbare Manövriermasse missbraucht.«

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