Vermisst in Alaska: Alaska’s Bermuda-Dreieck




Wer kennt sie nicht, die Legenden, Mythen und Geschichten, die sich um ein gedachtes Dreieck in der Karibik ranken. Im Bermuda-Dreieck (auch Teufelsdreieck genannt) zwischen Florida, Puerto Rico und Bermuda verschwinden angeblich immer wieder Schiffe und Flugzeuge auf Nimmerwiedersehen. Im Vergleich zum Bermuda-Dreieck Alaskas ist dies jedoch gar nichts. Eine Region in der Wildnis Alaskas – bekannt als »Alaskas Bermudadreieck«, das »Bermudadreieck von Alaska« oder schlicht das »Alaska-Dreieck« ist sehr viel tödlicher als sein tropischer Namensverwandter. Vermisst in Alaska: Alaska’s Bermuda-Dreieck.

Vermisst in Alaska: Alaska’s Bermuda-Dreieck

Das Alaska-Dreieck erstreckt sich von Barrow an der Nordküste des US-Bundesstaates Alaska über Anchorage bis nach Juneau an der Südküste und beinhaltet vor allem eines – eine weitgehend unerforschte Wildnis. Im mysteriösen Dreieck gibt es lediglich riesige Waldgebiete und eisige Berggipfel. Menschliche Siedlungen sind hier kaum anzutreffen. Und trotzdem: Jedes Jahr finden in diesem Gebiet Hunderte von Such- und Rettungsmissionen statt. Selten jedoch findet man auch nur die geringste Spur von vermissten Flugzeugen oder gar menschlichen Überresten.

Vermisst in Alaska: Alaska’s Bermuda-Dreieck

Es war im Jahr 1972, als das Alaska-Dreieck die Bühne der medialen Weltöffentlichkeit betrat. In diesem Jahr verschwand das Flugzeug des US-Politikers Hale Boggs irgendwo zwischen Anchorage und Juneau. Das Verschwinden löste eine der größten Such- und Rettungsaktion des Landes aus, an der 40 Militärflugzeuge und 50 Zivilflugzeuge beteiligt waren. An 39 Tagen suchten die Rettungstrupps mehr als 32.000 Quadratmeilen ab. Ohne Erfolg! Man fand nicht die geringste Spur der Maschine, geschweige denn die des Politikers. Keinerlei Trümmer oder menschliche Überreste. Nichts, einfach Nichts! Es war nicht das erste Flugzeug, welches in diesem Gebiet verloren ging. Bereits 1950 verschwand ein Militärflugzeug mit mehr als 44 Passagieren an Bord, und zwar spurlos. 1990 verschwand eine Cessna 340 mit einem Piloten und vier Passagieren. Auch von dieser Maschine und den Insassen fand man nichts das geringste Fragment bzw. menschliche Überreste. Seit 1988 sind mehr als 16.000 Menschen im Alaska-Dreieck einfach verschwunden.

Und die Ursache?

Wie üblich streiten sich die Experten, was die Ursachen für das Verschwinden von Mensch und Material betrifft. Ein möglicher Grund für das Verschwinden von Menschen und Flugzeugen liegt in der Topologie der Landschaft begründet. Das Gelände verwischt sich teilweise völlig – Landschaft und Himmel scheinen sich streckenweise einfach zu verschmelzen – keine leichte Situation selbst für erfahrene Piloten. Ein Beispiel hierfür ist Südamerika: Hier verschwand 1947 Maschine der »British South American Airways (BSAA)« spurlos auf dem Weg von Buenos Aires (Argentinien) nach Santiago de Chile. Mehr als 50 Jahre rätselten Experten über das Schicksal der Maschine und deren Passagiere. Schließlich fanden argentinische Bergsteiger Wrackteile des Flugzeugs beim Aufstieg auf den »Mount Tupungato« im Jahr 1998. Die Untersuchung einer Expertenkommission kam schließlich zu dem Ergebnis, dass das Flugzeug gegen einen fast senkrechten Gletscher geprallt war. Dies führte wiederum zu einer Lawine, die das Flugzeug verschlang. Das Problem mit dem südamerikanischen Vergleich ist aber, dass es in Alaska mit seinen Ebenen kaum derlei Lawinen gibt. Und was ist mit den vielen Wanderern, Touristen und wenigen Bewohnern der weiten Landschaft innerhalb des Dreiecks, die einfach so verschwunden sind? Ein Flugzeugabsturz ist hierfür sicherlich keine logische Erklärung. Erklärungen liefern an dieser Stelle vor allem Theorien, die eine nur wenig wissenschaftliche Basis haben.

Indianische Gestaltenwandler oder doch nur Gletscher?

Jenseits der Wissenschaft gibt es eine »Erklärung«. Sie betrifft Legenden über die Gestaltenwandler der Tlingit- und Tsimshian-Indianer im Südosten Alaskas. Der »Kushtaka« bedeutet grob übersetzt »Landottermann« und ist der Bigfoot des Alaska-Dreiecks. Die Legende der Indianer besagt, dass die Kreatur Reisenden in unwiderstehlicher Form (wie z.B. einem verwandten oder verletzlichen Kind) erscheint, um Opfer an einen nahegelegenen Fluss zu locken. Dort reißt der Gestaltenwandler seine Opfer in Stücke oder verwandelt sie ebenfalls in einen Kushtaka. Jenseits der Mythen jedoch gibt es eine Erklärung, die sehr viel einleuchtender ist, als die Gestaltenwandler der Indianer. Viele Experten gehen davon aus, dass die Gletscher die Flugzeuge und Personen einfach verschluckt haben. Viele Gletscher sind von riesigen und sehr tiefen Kammern durchzogen. Manche dieser Kammern und Spalten sind sehr viel größer als Einfamilienhäuser, Bürogebäude und Flugzeuge. Zusammen mit dem jährlichen, sehr oft sehr massiven Schneefall der nördlichen Hemisphäre haben sich Menschen und Flugzeuge so einfach »in Luft aufgelöst«.

Das könnte Sie auch interessieren:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen Sie diesen doch mit Ihren Freunden. Sie haben Anregungen zum Thema? Wunderbar! Dann nichts wie los und kommentieren Sie, was das Zeug hält!

Kennen Sie schon unseren Newsletter? Nein? Na dann nichts wie los. Als Abonnement unseres Newsletters erhalten Sie am Ende des laufenden Monats eine kompakte Übersicht der aktuellen Top-Geschichten auf »LAMUNDUS – das Online-Magazin«. Kostenfrei, schnell und zuverlässig. Hier klicken, um sich für den LAMUNDUS-Newsletter anzumelden.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.