Versteigerung: Ein Kupfer-Penny für 100.000 Dollar




Die meisten Pennys, die heutzutage noch im Umlauf sind, haben einen Wert von genau einem Cent (Penny ist die geläufige Bezeichnung eines Cent-Stücks) – also nichts, was unsere Aufmerksamkeit übergebührend beanspruchen sollte. Dennoch gibt es einen ganz besonderen Penny, der 76 Jahre alt ist und dieser Tage zum Verkauf steht, und zwar für sagenhafte 100.000 US-Dollar. Versteigerung: Ein Kupfer-Penny für 100.000 Dollar.

Versteigerung: Ein Kupfer-Penny für 100.000 Dollar

Die meisten der im Jahre 1943 herausgegebenen Pennys aus Kupfer sehen aus wie alle anderen Pennies dieses Jahrgangs. Fakt ist jedoch, dass diese Pennies aus Kupfer niemals hätten hergestellt werden dürfen und etwas ganz Besonderes sind. In jenem Jahr war Stahl das bevorzugte Material für den Penny. Der Grund: Kupfer war ein sehr kriegswichtiges Material für Dinge wie beispielsweise Granatenhülsen oder Telefonkabel. Die amerikanischen Münzprägeanstalten arbeiteten sehr gewissenhaft und trotzdem schlichen sich in die Münzpressen Kupferbestände ein, aus denen die Pennys quasi aus Versehen geprägt wurden. Die wenigen Kupfer-Pennies, die 1943 auftauchten, wurden durch die Millionen von »Steelies« verdeckt. Schätzungen zufolge gibt es nur noch 10 bis 15 dieser Fehlprägungen, die auch noch heutzutage im Umlauf sein sollen. Und genau einer dieser Kupfer-Pennies kommt diese Woche noch im Auktionshaus »Heritage Auctions«, in Orlando (Florida) unter den Hammer. Man schätzt, dass der kleine Kupfer-Penny rund 100.000 US-Dollar erzielen wird.

Versteigerung: Ein Kupfer-Penny für 100.000 Dollar

Erstmals kamen die Kupfer-Pennies ins Licht der Öffentlichkeit mit dem Gerücht, dass Henry Ford jedem, der ihn einen der Pennies besorgen könne, dafür ein nagelneues Ford-Automobil im Tausch bekommen würde. Allerdings ist dies lediglich eine schöne Anekdote, die leider nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Um den Handel bzw. der Suche nach den legendären Kupfer-Pennies Herr zu werden, erstellte das Finanzamt seinerzeit einen Formbrief. Der Grund war, dass viele Menschen sich beim Finanzamt erkundigten, ob es diese Kupfer-Pennies tatsächlich geben würde. »In Bezug auf Ihre jüngste Anfrage«, betonte das Finanzministerium, »informieren wir Sie darüber, dass 1943 keine Kupfer-Pennies geprägt wurden. Alle Pennies, die 1943 ausgegeben wurden, bestehen aus verzinktem Stahl.« Eine glatte Lüge! Im März 1947 bekam ein Mann namens Don Lutes, Jr. eine dieser Fehlprägungen als Wechselgeld aus seiner High School Cafeteria in Pittsfield, Massachusetts. Er bemerkte, dass der Penny irgendwie merkwürdig war, verließ sich jedoch auf das Schreiben des amerikanischen Finanzministeriums. Trotzdem behielt er den Penny und legte ihn beiseite. Sein Instinkt wurde 1958 belohnt, als ein weiterer Kupferpenny von 1943 für 40.000 Dollar verkauft wurde. Ein gigantischer Betrag für einen Penny aus Kupfer. Umgerechnet wären das heutzutage rund 300.000 Dollar. Und genau diese Woche soll der Kupfer-Penny von Don Lutes Jr. versteigert werden. Man erwartet mindestens 100.000 Dollar. Gratulation schon einmal vorab.

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