Vor 60 Jahren: Erste mobile Radarkontrolle auf deutschen Straßen




Am 15. Februar 1959 war es so weit – im Regierungsbezirk fand die erste mobile Radarfalle ihre Anwendung. Und das war wohl auch dringend notwendig: Die 50er Jahre waren die Zeiten des beginnenden Wirtschaftswunders. Immer mehr Menschen konnten sich einen fahrbaren Untersatz leisten. Leider konnten die Fahrkünste und die Qualität der Straßen mit den Fahrkünsten der neuen Automobilbesitzer nicht mithalten. Die Unfallzahlen schnellten in die Höhe. Grund genug für die Polizei eine neue Technologie einzusetzen – die mobile Radarfalle! Das Verfahren setzt sich durch und ist erweitert um die stationären »Starenkästen« bald deutschlandweit im Einsatz gegen Verkehrssünder. Vor 60 Jahren: Erste mobile Radarkontrolle auf deutschen Straßen.

Obwohl bereits 1957 der erste stationäre Blitzer in Deutschland in Betrieb genommen wurde, ist die Technik bereits mehr als 100 Jahre alt. Nichtsdestotrotz stellte die Firma Telefunken 1956 ihren ersten Prototypen VRG 1 auf der Internationalen Polizeiausstellung in Essen dem interessierten Publikum vor. Es folgten 1957 erste Feldversuche in Düsseldorf, Hamburg und Ulm. Dies war auch zwingend notwendig, da die zunehmende Mobilisierung der Bundesrepublik erschreckende 13.000 Verkehrstote mit sich brachte.

Vor 60 Jahren: Erste mobile Radarkontrolle auf deutschen Straßen

Die neue Wunderwaffe der Verkehrspolizei war nun selbst in der Lage in der nach zu blitzen. Die Polizei war begeistert. Ihr gingen so viele Verkehrssünder ins Netz wie niemals zuvor. Bei der Bevölkerung kam das neue Instrumentarium naturgemäß nicht so gut an. Schon zu den jungen Zeiten der Bundesrepublik wurden solche begriffe wie beispielsweise Abzockerei oder Wegelagerei laut. Das hat sich bis heute nicht geändert – teils sogar gerechtfertig.

Erste Geschwindigkeitskontrollen gab es bereits im Jahre 1906. Damals maßen Polizisten, bewaffnet mit ganggenauen Taschenuhren im badischen Kehl das Tempo von Kraftfahrern im damaligen »Geschwindigkeitsrausch«. Die Messmethode war so simpel, wie ungenau: Man maß auf einer bestimmten Streckenlänge, die zuvor exakt abgemessen wurde, die benötigte Zeit. So einfach war das! Zu jenen Zeiten galt übrigens eine Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde als unverantwortliche Raserei.

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