Warum feiern wir die Adventszeit?




Alle Jahre wieder ist es Anfang Dezember so weit – wir feiern die Adventszeit. Doch was steckt eigentlich hinter dem Adventsbrauch? Mit dem ersten Adventssonntag beginnt im Christentum traditionell die Vorweihnachtszeit. Doch was hat es mit Advent und den diversen Bräuchen eigentlich auf sich? Warum feiern wir die Adventszeit?

Warum feiern wir die Adventszeit

Es gehört zum Dezember wie die vielen Weihnachtsmärkte, geschmückte Tannenbäume, Pfefferkuchen oder Glühwein – die Rede ist von der Adventszeit. Okay, die Begrifflichkeit kennt man, doch was steckt eigentlich dahinter. Warum feiern wir an vier Wochenenden im Dezember den Advent und zünden jeweils eine Kerze mehr auf dem Adventskranz an? Einen ersten Anhaltspunkt gibt das berühmte Weihnachtslied »Alle Jahre«. Das Lied stammt aus dem Jahre 1837, dessen Text Wilhelm Hey verfasste. Die Melodie des Liedes schreibt man Friedrich Silcher zu. In dem Lied heißt es in der ersten Textzeile »Alle Jahre wieder kommt das Christuskind«. Es beschreibt exakt, worum es in der Adventszeit geht – die Menschwerdung Gottes und die Wiederkunft Jesu Christi.

Warum feiern wir die Adventszeit?

Grundsätzlich gilt: Die Adventszeit beginnt immer mit dem ersten Sonntag nach dem 26. November. Seinen Worturspung hat der begriff »Advent« im lateinischen Wort »adventus«, was soviel wie Ankunft oder Eintreffen bedeutet. Zu Zeiten des Römischen Reiches wurde damit die Ankunft von Kaisern und den verehrten Gottheiten beschrieben. Die Adventszeit wiederum beschrieb eine Fastenzeit im frühen Christentum, die am 11. November (Martinstag) begann und bis zum 6. Januar (Dreikönigstag) dauerte. Die Adventszeit, wie wir sie heutzutage kennen, geht Papst Gregor den Großen zurück. Der legte die Zahl der Adventssonntage erstmals auf vier an der Zahl fest. Die Zahl Vier sollte die 4.000 Jahre des Wartens auf Erlösung nach dem Sündenfall im Paradies symbolisieren. Und genau aus diesem Grund bezeichnet die christliche Kirche den Advent als Zeit des freudigen Erwartens auf Jesus Christus als Erlöser der Menschheit.

Und der Adventskranz?

Die Adventszeit ist heutzutage sehr viel mehr, als das Warten auf Jesus Christus als Erlöser der Menschheit. Vielmehr ist es eine Zeit, in der sich viele Menschen auf die Weihnachtsfeiertage vorbereiten und innehalten, um das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Man widmet sich der Familie und Freunden, schmückt das Heim und »schaltet auch mal einen Gang herunter«. Dazu zählt auch das Schmücken eines Adventskranzes, der natürlich auch eine ganz besondere Bedeutung hat. Licht spielt in der Adventszeit eine ganz besondere Rolle. Es symbolisiert im Christentum die Geburt Jesu Christi. Indem man die Kerzen auf dem Adventskranz anzündet, symbolisiert man die steigende Erwartung auf die Wiederkunft Jesu zu Weihnachten. Die Idee hierzu ist noch gar nicht einmal so alt. Die Tradition geht auf die Idee des Theologen und Erziehers Johann Wichern zurück. Sein Ansinnen war, Straßenkindern mit dem Adventskranz eine Freude zu bereiten und ihnen die Zeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen. Das war im Jahre 1839.

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