Was waren die schlimmsten Jahre der Menschheit?




Viele Menschen glauben, dass wir in erschreckenden und unsicheren Zeiten leben – Umweltkatastrophen, Kriege, Armut und Hungersnöte gehören zu den täglichen Nachrichten. Schlimmer könnte es kaum kommen! Wirft man jedoch einmal einen Blick zurück in die Geschichte der Menschheit, dann wird schnell klar, dass es Zeiten gab, die wirklich sehr finster waren. So löschte 1349 die Schwarze Pest die Hälfte der europäischen Bevölkerung aus. Aber selbst diese Katastrophe war nichts im Vergleich zum schlimmsten Jahr in der der Geschichte der Menschheit. Was waren die schlimmsten Jahre der Menschheit?

Was waren die schlimmsten Jahre der Menschheit

Was war denn nun das schlimmste Jahr in der Geschichte der Menschheit. Viele Historiker und Archäologen sind sich einig, dass der unangefochtene Spitzenreiter das Jahr 536 n. Chr. sowie die nachfolgenden Jahre sein müsste. In diesem Jahr verschlang ein mysteriöser Nebel ganz Europa, den Mittleren Osten und weite Teile Asiens. Der Spuk dauerte ganze 18 Monate und die Menschen in den betroffenen Gebieten versanken für Monate in Dunkelheit. Die Temperaturen fielen um bis zu 2,5 Grad Celsius und in China schneite es sogar im Sommer Schnee.

Was waren die schlimmsten Jahre der Menschheit?

Die folgenden Jahre bzw. das folgende Jahrzehnt war das Kälteste der vergangenen 2.300 Jahre. Die Aufzeichnungen irischer Mönche belegen, dass Europa unter einer Hungersnot und Brotknappheit litt, die von 536 bis 539 andauerte. Als wäre das alles noch nicht genug brach im Jahre 541 im Oströmischen Reich eine Krankheit aus, die heute als »Justinianische Pest« bezeichnet wird. Etwa 100 Millionen Menschen ließen ihr Leben. Diese Krankheit bedeutete auch das Ende dieser Katastrophenzeit. Bis heute weiß niemand, woher die mysteriöse kontinentübergreifende Nebelwand kam, die anderthalb Jahre Nacht mit sich brachte. Wissenschaftler vermuten mittlerweile, dass die Ursache der gigantischen Wolke und dem daraus resultierenden Temperaturabfall eine unfassbare Vulkanexplosion war. Eine im Jahr 2015 veröffentlichte Studie bestätigte diese Hypothese. Hierin beschäftigten sich die Forscher hauptsächlich mit der chemischen Zusammensetzung der Baumringe, die während der Zeit wuchsen. Als Ergebnis kam heraus, der entsprechende Vulkan wahrscheinlich in Nordamerika ausgebrochen war. Dank neuerer Mess- und Analysemethoden geht man jedoch mittlerweile davon aus, dass die Quelle der riesigen Aschewolke einem Vulkan auf Island zuzuschreiben ist. Und dieser brach unglücklicherweise in schneller Folge in den Jahren 540 und 547 zweimal aus. Die dabei entstandenen Wolken war so verheerend, dass Europa etwa ein Jahrhundert brauchte, um sich von den Folgen zu erholen. Untersuchungen zeigten auch, dass ab dem Jahr 640 n. Chr. einplötzlicher Anstieg des in der Luft befindlichen Bleis zu verzeichnen war. Dies sehen die Forscher als Resultat als Nebeneffekt des Silberabbaus und der Verhüttung. Zwanzig Jahre später war ein erneuter Anstieg des Bleis in der Atmosphäre zu verzeichnen – im Jahr 660 begann die mittelalterliche Wirtschaft, sich von einer Gold- zu einer Silberwirtschaft zu entwickeln.

Was waren die schlimmsten Jahre der Menschheit

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